1931
Brush in black Indian ink on green-grey wove paper
50x65.2 cm, sheet size
Lower right signed and dated in pencil 'Käthe Kollwitz 1931' and inscribed 'Aufstellungsskizze für Roggevelde'
Werner Timm/Otto Nagel, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Œuvre-Katalog, Stuttgart 1980, no. 1062
Collection Louise Diel, Freiburg im Breisgau
Auction Gutekunst und Klipstein, Bern, 25 October 1951, lot 14, acquired there by
Private collection Switzerland
The Eberhard W. Kornfeld Collection, Bern, with the collector's stamp on the back, Lugt 913b
Cologne 1999, Käthe Kollwitz Museum, Käthe Kollwitz, Die trauernden Eltern, p. 106
Vienna 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld, cat. no. 85
Berlin 2011, Käthe-Kollwitz-Museum, Käthe Kollwitz, Bildhauerin aus Leidenschaft, Das plastische Werk, p. 89
Cologne 2014/2015, Käthe Kollwitz Museum, Apokalypsen – Daheim und an der Front, Käthe Kollwitz, die deutschen Expressionisten und der Erste Weltkrieg, without cat.
Cologne 2016, Käthe Kollwitz Museum, Kreissparkasse Köln Gussgeschichte(n) - Das plastische Werk von Käthe Kollwitz, im WVZ der Skulpturen, p. 249
Drawing pin holes at the corners. Slight light-struck area and two spots, one of which within the image. Several smaller spots outside the image. Very fine drawing in good condition
The sculptural group 'Trauerndes Elternpaar' (see Seeler 27 and 28) is one of the most moving works by Käthe Kollwitz and also serves as a central memorial against war. The artist created the sculptures in memory of her youngest son, Peter, who died in 1914 at the age of only 18 while serving as a volunteer in the First World War. This painful loss left a deep mark on her life, finding expression in numerous drawings and prints over many years. Soon after his death, Kollwitz also began to consider the idea of a sculpture, a plan which she carried with her for many years. In 1927, she began modelling the figures. The group, carved in stone, was finally installed in 1932 under the artist's direction at the soldiers' cemetery in Esen-Roggeveld, Belgium, where her son Peter was buried. In 1956, as part of the reburial of the soldiers' remains, 'Trauerndes Elternpaar' was installed in a new location in Vladslo, West Flanders. In 1959, a copy of the group (in shell limestone) was set up as a memorial in the ruins of St. Alban's Church in Cologne.
The present drawing shows mother and father side by side, in contrast to the final installation. It is a quiet and very personal work, demonstrating how the loss of her son continued to shape the artist's work for many years. Kollwitz refrained from any accusation or ideological interpretation. The work 'Die Eltern' speaks solely through its quiet, sincere humanity.
1931
Pinsel in schwarzer Tusche, auf grün-grauem Velin
50x65,2 cm, Blattgrösse
Unten rechts in Bleistift signiert und datiert "Käthe Kollwitz 1931" und bezeichnet "Aufstellungsskizze für Roggevelde"
Werner Timm/Otto Nagel, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Œuvre-Katalog, Stuttgart 1980,
Slg. Louise Diel, Freiburg im Breisgau
Auktion Gutekunst und Klipstein, Bern, 25. Oktober 1951, Los 14, dort erworben von
Privatsammlung Schweiz
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Köln 1999, Käthe Kollwitz Museum, Käthe Kollwitz, Die trauernden Eltern,
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Berlin 2011, Käthe-Kollwitz-Museum, Käthe Kollwitz, Bildhauerin aus Leidenschaft, Das plastische Werk,
Köln 2014/2015, Käthe Kollwitz Museum, Apokalypsen – Daheim und an der Front, Käthe Kollwitz, die deutschen Expressionisten und der Erste Weltkrieg, ohne Kat.
Köln 2016, Käthe Kollwitz Museum, Kreissparkasse Köln Gussgeschichte(n) - Das plastische Werk von Käthe Kollwitz, im WVZ der Skulpturen,
An den Ecken mit Reissnagellöchern. Leichter Lichtrand und zwei Flecken, davon einer innerhalb der Darstellung. Mehrere kleinere Fleckchen ausserhalb der Darstellung. Sehr schöne Zeichnung in guter Erhaltung
Die Skulpturengruppe "Trauerndes Elternpaar" (vgl. Seeler 27 und 28) zählt zu den bewegendsten Werken von Käthe Kollwitz und ist zugleich ein zentrales Mahnmal gegen den Krieg. Die Künstlerin schuf die Plastiken zum Gedenken an ihren jüngsten Sohn Peter, der 1914 im Alter von nur 18 Jahren als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg fiel. Der schmerzliche Verlust prägte ihr Leben zutiefst und fand über Jahre hinweg in zahlreichen Zeichnungen und Graphiken seinen Ausdruck. Schon bald nach seinem Tod befasste sich Kollwitz auch mit der Idee einer Plastik und trug den Plan über viele Jahre mit sich. 1927 begann sie mit dem Modellieren der Figuren. Die in Stein gehauene Gruppe wurde schliesslich 1932 unter Anweisung der Künstlerin auf dem Soldatenfriedhof im belgischen Esen-Roggeveld aufgestellt, wo ihr Sohn Peter bestattet lag. 1956 wurde im Zuge der Umbettung der Soldatenfriedhöfe auch "Trauerndes Elternpaar" in westflandrischen Vladslo neu installiert. 1959 wurde eine Kopie der Figurengruppe (aus Muschelkalk) in der Ruine der St.-Alban-Kirche in Köln als Gedenkstätte aufgestellt.
Die vorliegende Zeichnung zeigt Mutter und Vater im Gegensatz zur definitiven Aufstellung nebeneinander. Es ist eine stille und sehr persönliche Arbeit, die zeigt, wie der Verlust des Sohnes das Werk der Künstlerin noch viele Jahre prägte. Kollwitz verzichtete auf jegliche Anklage oder ideologische Lesart. Das Werk "Die Eltern" spricht allein durch seine stille, aufrichtige Menschlichkeit.
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