Paris 1848 - 1903 Hiva-Hoa (Marquesas)
1898/1899
Holzschnitt, handkoloriert, auf Japan
15,6x26 cm (unregelmässige Ränder)
Mongan/Kornfeld/Joachim 50/A (v. D), dort genanntes Exemplar
Slg. Gustave Fayet, Béziers
Galerie Pierre, Stockholm
Sotheby's, New York, 2. November 2012, Los 60
Slg. Richard Kelton (1929-2019), Santa Monica
Christie's, New York, 12. November 2019, Los 343
Christie's, London, 13. September 2023, Los 67
Privatsammlung Deutschland
Aufgezogen auf Japan. Rückseitig mit Montierungsresten. In sehr schöner Erhaltung mit frischen Farben
In den entlegenen Dörfern im Westen der Bretagne entdeckte Gauguin erstmals sein Interesse an sogenannten primitiven Kulturen, ein Interesse, das ihn später bis in die Südsee führen sollte. Besonders angezogen fühlte er sich von den stillen, in sich gekehrten Gemeinschaften entlang des Flusses Aven, deren Bräuche, Rituale und handwerkliche Traditionen seine Bildsprache tief prägten. Der Einfluss dieser Landschaft und ihrer Menschen zeigte sich nahezu unmittelbar in Gauguins Ausdrucksweise, sowohl thematisch als auch formal. Nach einem ersten Versuch mit der technisch anspruchsvollen Zinkographie wandte er sich bewusst dem Holzschnitt zu, dessen Schlichtheit der einfachen Lebenswelt der bretonischen Küste entsprach. In der dargestellten Szene treten die ländliche Umgebung und die religiösen Zeremonien der Region deutlich hervor.
Mit dieser Hinwendung zur Einfachheit entfernte sich Gauguin noch deutlicher von den Impressionisten, die er in Paris zurückgelassen hatte. Er verstärkte diesen frühen Probedruck mit leuchtenden, von Hand aufgetragenen Farben.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
