1961-1964
Bronze
29,2x9,5x24,5 cm
Auf dem Sockel mit eingravierter Signatur "Diego"
Mit Echtheitsbestätigung von Expertises Denis Vincenot/Philippe Meier, Dijon/Lausanne, datiert vom 2. Mai 2024,
Atelier Diego Giacometti, Paris, dort 1967 erworben von
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern
Daniel Marchesseau, Diego Giacometti, Paris 1986, vgl.
Daniel Marchesseau, Diego Giacometti, Sculpteur de meubles, Paris 2018, vgl.
Zürich 1988, Museum Bellerive, Diego Giacometti,
Lausanne 1989, Musée cantonal des Beaux-Arts, Petite Sculpture Suisse
Davos 1998/1999, Kirchner Museum, Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Mailand/Mannheim 2000, Fondazione A. Mazzotta/Städtische Kunsthalle, Die Familie Giacometti. Das Tal, die Welt
Bern 2002, Schweizerische Landesbibliothek, Katz und Hund
Bern 2003, Kunstmuseum, Hommage an "E.W.K.", Meisterwerke von Giovanni Giacometti, Alberto und Diego Giacometti aus der Sammlung von Eberhard W. Kornfeld,
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Riehen 2009, Fondation Beyeler, Giacometti,
Bern 2009/2010, Zentrum Paul Klee, Paul Klees Grafik, Die Passion des Eberhard W. Kornfeld
Sehr schöner, tadelloser Guss mit dunkelbrauner, beriebener Patina
Diego Giacometti schuf seine wohl populärste Plastik um 1961. Die erste Fassung war mit flachem Tablett für die Ablage von Visitenkarten bei einem Empfang gedacht. Die zweite Fassung entstand im Frühjahr 1964 im Hinblick auf die Gestaltung des Taubenschlages für die Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence. Dabei wurde das Tablett durch eine Schale ersetzt, um Vogelfutter aufnehmen zu können. Diego Giacomettis "Chat maître d'hôtel" verkörpert perfekt den charakteristischen Sinn für Humor des Künstlers. Die Katze, eher ein Raubtier für Vögel, wird hier zur wohlwollenden Empfangsdame, die den Vögeln Körner in ihrer Schale präsentiert. Die anthropomorph auf den Hinterbeinen stehende Katze sollte ursprünglich in einem Käfig sitzen, der zur Fütterung der Vögel in der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence diente. Diego Giacometti, der für seine Tierliebe bekannt war, brachte die Tiere plastisch-skulptural in den Alltag. Mit der vorliegenden Bronze schuf er ein sowohl amüsantes als auch tiefgründiges Werk, das metaphorisch für die friedliche Koexistenz steht. Bei den frühen Versionen der Katze mit Schale reicht der Schwanz bis auf die Sockelplatte, während er bei den späteren frei in der Luft hängt. Das hier angebotene Stück verblüfft durch eine sehr reiche, fein akzentuierte Patina.
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