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Bottrop 1888 - 1976 New Haven
1963
Öl auf Hartfaserplatte
61x61 cm
Unten rechts vom Künstler das Monogramm und das Jahr "A 63" in die Farbe geritzt, rückseitig vom Künstler in Filzstift signiert und datiert "Albers 1963", oben betitelt "Study for / Homage to the Square: / "Joy"" und ausführlich bezeichnet
Mit Bestätigung, datiert vom 22. März 2017, von "The Josef and Anni Albers Foundation", dass das Gemälde unter der Nummer JAAF 1963.1.85 in den Catalogue Raisonné aufgenommen wird
Galerie Teufel, Köln, dort 1981 erworben von
Hess Art Collection, von dort an
Internationale Privatsammlung
Washington 1965, The Washington Gallery of Modern Art, Josef Albers: The American Years, rückseitig mit Etikett
In der originalen Montierung, farbfrisch und in tadelloser Gesamterhaltung
"Study for Homage to the Square: Joy" gehört zur emblematischen Serie "Homage to the Square", die Josef Albers 1950 begann und bis zu seinem Tod 1976 fortsetzte. Die Bilder zeigen ineinander verschachtelte, farbige Quadrate und dienten dem Künstler als Experimentierfeld für seine Theorien über Farbe. Das Quadrat als Grundform lässt sich mit Sicherheit auf den Einfluss seiner Lehrer am Bauhaus, Johannes Itten und Wassily Kandinsky, zurückführen
Im hier angebotenen Werk steht ein intensives, leuchtendes und warmes Gelb im Zentrum der Komposition. Darum herum sind drei grössere Quadrate angeordnet, die Variationen von Gelb-Orange und Orange darstellen (gemäss Auflistung des Künstlers wurden verwendet: Lemon Cadmium #1, Naples Yellow, Naples Yellow Reddish und Cadmium Yellow Deep #4). Mit der Wahl des Titels "Joy" verweist Albers auf die evokative Kraft dieser Farbkombination, die eine Art "Glücksgefühl" vermittelt. Die Quadrate scheinen dreidimensional zu werden und erzeugen für die Betrachtenden eine besondere Erfahrung, es entsteht förmlich ein heller, warmer und lichtdurchfluteter Raum
Die Gemälde von Albers entstanden immer gleich: Mit einem Spachtel trug er in Schichten Farbe direkt aus der Tube auf die Masonitplatten auf. Die Beschaffenheit der Hartfaserplatte zeigt sich durch die Farbschichten hindurch, so dass trotz klarer Formensprache bei genauer Betrachtung eine lebendige Oberfläche entsteht. Er malte auch keine überlappenden Flächen; die Konturen erscheinen immer klar und getrennt
Albers war auch ein weitum geschätzter Lehrer. Nach einigen Jahren am Bauhaus emigrierte er 1933 in die USA, wo er am berühmten "Black Mountain College" in der Nähe von Asheville in North Carolina unter anderem Cy Twombly oder Robert Rauschenberg unterrichtete. Später wechselte er nach Yale, wo Eva Hesse, Brice Marden oder Richard Serra seinen Unterricht besuchten
"Study for Homage to the Square: Joy" ist wohl eines der aufregendsten Werke der Serie und verblüfft mit seiner Tiefenwirkung und der vibrierenden Farbkombination
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