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    Käthe Kollwitz : Kampf in der Kneipe, 1893
    Käthe Kollwitz : Kampf in der Kneipe, 1893
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe
    Käthe Kollwitz : 905 Kampf in der Kneipe

    Käthe Kollwitz

    Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg

    905   

    Kampf in der Kneipe

    Estimate CHF 125'000 *

    Sale time 10-09-2026,
    about 18:30 h (CET)
    (+/- 30 min)

    German version below
    Shipping fees

    1893

    Pencil over black, yellow and white chalk on grey-brown toned paper

    47x65.5 cm

    Lower right signed by the artist in pencil "Kollwitz"

    Catalogue Raisonné

    Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980, no. 99

    Provenance

    Collection Salman Schocken, Berlin/Jerusalem, sold at

    Auction Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg, 5 June 1967, lot 712, there acquired by

    Galerie Michael Neumann, Düsseldorf, there acquired in 1988 by

    Collection Gudrun and Martin Fritsch, Berlin

    Literature

    Tom Fecht, Käthe Kollwitz, Das farbige Werk, Berlin 1987, fig. 104

    Catherine Krahmer, Käthe Kollwitz, Tenero 1992, p. 16

    Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz-Museums Berlin, edited by Martin Fritsch, compiled by Annette Seeler, with contributions by Annette Seeler and Werner Timm, Leipzig 1999, cat. no. 12

    Hommage an Käthe Kollwitz, edited by Martin Fritsch, with contributions by Annette Seeler and Gudrun Fritsch, Leipzig 2005, p. 44/45

    Exhibitions

    Berlin 1987, Elefanten Press Galerie, Käthe Kollwitz, Das farbige Werk, cat. no. 41

    Berlin 1988, Käthe-Kollwitz-Museum, Käthe Kollwitz und Paul Holz, Zeichnungen und Graphiken zur europäischen Literatur, p. 7

    Wiesloch 1995, Kunstkreis Südliche Bergstrasse-Kraichgau e. V., Kulturhaus, Käthe Kollwitz, Meisterwerke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, p. 57

    Ibaraki/Niigata/Himeji/Kumamoto/Machida 2005/2006, Tsukuba Museum of Art/Prefectural Museum of Modern Art/City Museum of Art/Prefectural Museum of Art/City Museum of Graphic Arts, Käthe Kollwitz, cat. no. 163

    Condition

    Several artist's pinholes. Traces of old mounting on the reverse. In very good condition

    Comments

    "Es gab eine Vereinigung, die einige Mädchen unserer Klasse zusammenführte mit Otto Greiner, Alexander Oppler, Gottlieb Elster. Für diese Abende wurde ein Thema gestellt. So besinne ich mich auf das Thema "Kampf". Ich wählte die Szene aus Germinal [Roman von Émile Zola], wo in dem verrauchten Lokal um die junge Kathrin von zwei Männern gekämpft wird. Diese Komposition wurde anerkannt. Zum ersten Mal fühlte ich mich bestätigt auf meinem Wege, grosse Perspektiven öffneten sich meiner Phantasie, und die Nacht war schlaflos vor Glückserwartung", wrote Kollwitz about her student days in Munich in her diary. Back in Königsberg, she visited harbour taverns such as the "Schiffchen" in the mornings to make interior studies. ÉMile Zola's novel "Germinal" continued to occupy her, and in 1893 she finally created an etching on the subject (Knesebeck 19). The present sheet is another version of the theme, still strongly influenced by genre painting. Kollwitz probably took the motif from the literary source, but already in her unique pictorial language one senses the interest in socially critical motifs for which the artist would become known in art history. A very beautiful, early work.


     
     

    Kampf in der Kneipe


    1893

    Bleistift über schwarzer, gelber und weisser Kreide auf grau-braunem Tonpapier

    47x65,5 cm

    Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift signiert "Kollwitz"

    Werkverzeichnis

    Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980, Nr. 99

    Provenienz

    Slg. Salman Schocken, Berlin/Jerusalem, versteigert bei

    Auktion Dr. Ernst Hauswedell, Hamburg, 5. Juni 1967, Los 712, dort erworben von

    Galerie Michael Neumann, Düsseldorf, dort 1988 erworben von

    Slg. Gudrun und Martin Fritsch, Berlin

    Literatur

    Tom Fecht, Käthe Kollwitz, Das farbige Werk, Berlin 1987, Abb. 104

    Catherine Krahmer, Käthe Kollwitz, Tenero 1992, S. 16

    Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz-Museums Berlin, hrsg. von Martin Fritsch, bearbeitet von Annette Seeler, mit Beiträgen von Annette Seeler und Werner Timm, Leipzig 1999, Kat. Nr. 12

    Hommage an Käthe Kollwitz, hrsg. von Martin Fritsch, mit Beiträgen von Annette Seeler und Gudrun Fritsch, Leipzig 2005, S. 44/45

    Ausstellungen

    Berlin 1987, Elefanten Press Galerie, Käthe Kollwitz, Das farbige Werk, Kat. Nr. 41

    Berlin 1988, Käthe-Kollwitz-Museum, Käthe Kollwitz und Paul Holz, Zeichnungen und Graphiken zur europäischen Literatur, S. 7

    Wiesloch 1995, Kunstkreis Südliche Bergstrasse-Kraichgau e. V., Kulturhaus, Käthe Kollwitz, Meisterwerke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, S. 57

    Ibaraki/Niigata/Himeji/Kumamoto/Machida 2005/2006, Tsukuba Museum of Art/Prefectural Museum of Modern Art/City Museum of Art/Prefectural Museum of Art/City Museum of Graphic Arts, Käthe Kollwitz, Kat. Nr. 163

    Zustand

    Vereinzelte Reissnagellöcher. Rückseitig Spuren alter Montierungen. In sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    "Es gab eine Vereinigung, die einige Mädchen unserer Klasse zusammenführte mit Otto Greiner, Alexander Oppler, Gottlieb Elster. Für diese Abende wurde ein Thema gestellt. So besinne ich mich auf das Thema "Kampf". Ich wählte die Szene aus Germinal [Roman von Émile Zola], wo in dem verrauchten Lokal um die junge Kathrin von zwei Männern gekämpft wird. Diese Komposition wurde anerkannt. Zum ersten Mal fühlte ich mich bestätigt auf meinem Wege, grosse Perspektiven öffneten sich meiner Phantasie, und die Nacht war schlaflos vor Glückserwartung", schrieb Kollwitz über ihre Studienzeit in München in ihr Tagebuch. Zurück in Königsberg besuchte sie vormittags Hafenkneipen wie das "Schiffchen", um Interieurstudien zu betreiben. Émile Zolas Roman "Germinal" beschäftigte sie weiterhin, schliesslich entstand 1893 auch eine Radierung zum Thema (Knesebeck 19). Das vorliegende Blatt ist eine andere Version des Themas, das noch stark von Genrebildern beeinflusst ist. Wohl entnimmt Kollwitz das Motiv der literarischen Vorlage, doch schon spürt man in der einzigartigen Bildsprache das Interesse an sozialkritischen Motiven, für die die Künstlerin in die Kunstgeschichte eingehen wird. Eine sehr schöne, frühe Arbeit.


     
     
     
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