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  • 150 Selected Artworks

    Egon Schiele : Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit ..., 1914
    Egon Schiele : Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit ..., 1914
    Egon Schiele : 189 Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut
    Egon Schiele : 189 Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut
    Egon Schiele : 189 Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut
    Egon Schiele : 189 Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut
    Egon Schiele : 189 Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut

    Egon Schiele

    Tulln 1890 - 1918 Wien

    189   

    Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut

    Estimate CHF 250'000 *

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    1914

    Carpenter's pencil on yellowish wove paper

    48.2x31.5 cm

    Lower right signed and dated by the artist in carpenter's pencil in a rectangle "EGON / SCHIELE / 1914", eye study on the reverse

    Catalogue Raisonné

    Jane Kallir, Egon Schiele, The Complete Works, New York 1990, no. 1576

    Provenance

    Artist's studio

    Private collection Geneva, there acquired on 3 December 1956 from

    Gutekunst & Klipstein, Bern, there acquired from

    The Eberhard W. Kornfeld Collection, Bern, with the collector's stamp on the back, Lugt 913b

    Exhibitions

    Lucerne 1974, Kunstmuseum, Kunst in Österreich 1900-1930, cat. no. 245, reproduced on the poster of this exhibition

    Bern 1989, Kunstmuseum Bern, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [The Eberhard W. Kornfeld Collection], cat. no. 134

    Zurich 1994, Sammlung Hauser & Wirth, Egon Schiele, Arbeiten auf Papier, fig. P. 83

    Vienna 2005/2006, Albertina, Egon Schiele, cat. no. 164

    Condition

    The sheet lightly and irregularly browned, the small, regularly distributed spots are from the paper's manufacturing process. On the left a vertical fold along the entire sheet edge. Light grip marks and a slightly restored area lower left. On the reverse with the beginning of a face sketch and traces of old mounting

    Comments

    Wally, whose real name was Walburga Neuzil, was Egon Schiele's muse and companion. In 1911, he moved with her first to Krumau, later to Au am Anzbach. Their unconventional relationship caused quite a stir in the rural surroundings and led to Schiele being convicted of "Verbreitung unsittlicher Zeichnungen" and even having to spend twenty-four days in prison. From 1912, the two returned to Vienna, where they eventually moved into a studio apartment at Hietzinger Hauptstrasse 101. There, in 1915, he created "Tod und Mädchen", one of his major works, which shows the artist and Wally in a peculiar embrace. The painting is often seen as his separation picture, as Schiele left his muse shortly afterwards to marry Edith Harms.

    The sheet offered here, created in 1914, is at the centre of a ten-part series of pencil drawings. None of them are coloured. As in other series, the artist addressed the process of undressing and showed his model in various positions. The drawing of the seated girl, dressed in a coat and hat, forms the starting point. Her gaze appears thoughtful and introspective, almost shy, as does the crossed position of her hands. A wonderful work, impressively rendered with a confident line on paper.


     
     

    Frontansicht eines sitzenden Mädchens mit Hut


    1914

    Zimmermannsbleistift auf gelblichem Velin

    48,2x31,5 cm

    Unten rechts vom Künstler in Zimmermannsbleistift in Rechteck signiert und datiert "EGON / SCHIELE / 1914", rückseitig Augenstudie

    Werkverzeichnis

    Jane Kallir, Egon Schiele, The Complete Works, New York 1990, Nr. 1576

    Provenienz

    Atelier des Künstlers

    Privatsammlung Genf, dort am 3. Dezember 1956 erworben von

    Gutekunst & Klipstein, Bern, dort erworben von

    Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b

    Ausstellungen

    Luzern 1974, Kunstmuseum, Kunst in Österreich 1900-1930, Kat. Nr. 245, reproduziert auf dem Plakat dieser Ausstellung

    Bern 1989, Kunstmuseum Bern, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld], Kat. Nr. 134

    Zürich 1994, Sammlung Hauser & Wirth, Egon Schiele, Arbeiten auf Papier, Abb. S. 83

    Wien 2005/2006, Albertina, Egon Schiele, Kat. Nr. 164

    Zustand

    Das Blatt leicht und unregelmässig gebräunt, die kleinen, regelmässig verteilten Flecken stammen vom Herstellungsprozess des Papiers. Links eine vertikale Falte über den gesamten Blattrand. Leichte Griffknicke und unten links eine leicht restaurierte Stelle. Auf der Rückseite mit dem Ansatz einer Gesichtsskizze und Spuren einer alten Montierung

    Erläuterungen

    Wally, eigentlich Walburga Neuzil, war Egon Schieles Muse und Gefährtin. Im Jahr 1911 zog er mit ihr zuerst nach Krumau, später nach Au am Anzbach. Die wilde Ehe der beiden sorgte in der ländlichen Umgebung für gehörigen Wirbel und führte dazu, dass Schiele wegen "Verbreitung unsittlicher Zeichnungen" verurteilt wurde und sogar vierundzwanzig Tage im Gefängnis verbringen musste. Ab 1912 kehrten die beiden nach Wien zurück, wo sie schliesslich eine Atelierwohnung an der Hietzinger Hauptstrasse 101 bezogen. Dort entstand 1915 mit "Tod und Mädchen" eines seiner Hauptwerke, das den Künstler und Wally in einer eigenartigen Umarmung zeigt. Das Gemälde wird oft als sein Trennungsbild gesehen, hat Schiele doch seine Muse kurz darauf verlassen, um Edith Harms zu heiraten.

    Das hier angebotene Blatt, im Jahr 1914 entstanden, steht im Zentrum einer zehnteiligen Serie von Bleistiftzeichnungen. Keine davon ist koloriert. Wie bereits in anderen Reihen thematisierte der Künstler den Prozess des Entkleidens und zeigte sein Modell in verschiedenen Positionen. Die Zeichnung des sitzenden, mit einem Mantel und Hut gekleideten Mädchens, bildet den Anfangspunkt. Ihr Blick wirkt nachdenklich in sich gekehrt, nahezu schüchtern, ebenso die verschränkte Haltung der Hände. Eine wunderbare Arbeit, eindrücklich mit sicherem Strich aufs Papier gebracht.


     
     
     
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