Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg
1913
Black chalk, washed
53x42.3 cm
Signed by the artist in pencil "Käthe Kollwitz" and titled "Märzfriedhof" at lower right
Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980, no. 711
Collection Alexander von der Becke, Berlin
Auction Gutekunst & Klipstein, Bern, 11-12 June 1934, lot 397
Collection Dr. Walter Krieg, Unterseen
Auction Gutekunst & Klipstein, Bern, 7th November 1952, lot 3
Alexander von der Becke and Son Gallery, Munich
Private collection Switzerland
Fritz Schmalenbach, Käthe Kollwitz. Bern 1948 and Zurich 1949, plate 29.
Gunther Thiem, Die Zeichnerin Käthe Kollwitz. Ausstellung zum 100. Geburtstag. Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, 1967, no. 54
Bern 1946, Kunstmuseum, cat. no. 148, reprod. pag. 16
Munich 1967, Galerie A. von der Becke und Sohn, Käthe Kollwitz. Handzeichnungen und graphische Seltenheiten. Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag, no. 15, reprod.
On slightly browned Ingres laid paper, with a small remnant of a watermark. In perfect condition
The title "Märzfriedhof" (March Cemetery) refers to the gravesites and mass graves where the dead of the demonstration of the so-called "March Revolution of 1848" (18 and 19 March 1848) lay buried in a Berlin cemetery. In 1848, liberal citizens revolted against the absolute monarchy. They demanded a parliament, freedom of the press and the formation of a citizens' guard. The demonstration was bloodily put down by Prussian troops.
Before 1914, it was customary for Berlin workers to visit the graves on 18 March and lay wreaths and flowers. Käthe Kollwitz obviously also took part in this.
Complete preliminary study for the lithograph of the same name from 1913 (Knesebeck 129). A total of six preparatory works are known, three of which are fully elaborated drawings, of which the present one comes closest to the third version of the lithograph. With its wonderful light-dark contrasts and fine nuances, it is probably the most beautiful of the whole group.
Drawings of this importance rarely come onto the market nowadays.
1913
Schwarze Kreide, laviert
53x42,3 cm
Unten rechts von der Künstlerin in Bleistift signiert "Käthe Kollwitz" und betitelt "Märzfriedhof"
Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980,
Slg. Alexander von der Becke, Berlin
Auktion Gutekunst & Klipstein, Bern, 11.-12. Juni 1934, Los 397
Slg. Dr. Walter Krieg, Unterseen
Auktion Gutekunst & Klipstein, Bern, 7. November 1952, Los 3
Galerie Alexander von der Becke und Sohn, München
Privatsammlung Schweiz
Fritz Schmalenbach, Käthe Kollwitz. Bern 1948 und Zürich 1949, Tafel 29
Gunther Thiem, Die Zeichnerin Käthe Kollwitz. Ausstellung zum 100. Geburtstag. Staatsgalerie Stuttgart, Graphische Sammlung, 1967,
Bern 1946, Kunstmuseum,
München 1967, Galerie A. von der Becke und Sohn, Käthe Kollwitz. Handzeichnungen und graphische Seltenheiten. Eine Ausstellung zum 100. Geburtstag,
Auf leicht gebräuntem Ingres-Bütten, mit kleinem Rest eines Wasserzeichens. In tadelloser Erhaltung
Der Titel "Märzfriedhof" bezieht sich auf die Grabstellen und Massengräber, wo die Toten der Demonstration der sogenannten "Märzrevolution von 1848" (18. und 19. März 1848) auf einem Berliner Friedhof beerdigt lagen. 1848 lehnten sich liberale Bürger gegen die absolute Monarchie auf. Sie forderten einen Landtag, Pressefreiheit und die Bildung einer Bürgergarde. Die Demonstration wurde durch preussische Truppen blutig niedergeschlagen
Vor 1914 war es Sitte, dass die Berliner Arbeiterschaft jeweils am 18. März die Gräber besuchte und Kränze und Blumen niederlegte. Daran nahm offensichtlich auch Käthe Kollwitz teil
Vollständig ausgearbeitete Vorstudie zu der gleichnamigen Lithographie von 1913 (Knesebeck 129). Bekannt sind gesamthaft sechs Vorarbeiten, wovon drei voll ausgearbeitete Zeichnungen sind, von denen die vorliegende am nächsten der dritten Fassung der Lithographie kommt. Sie ist mit den wunderbaren Hell-Dunkel-Kontrasten und den feinen Nuancierungen wohl auch die schönste der ganzen Gruppe
Zeichnungen dieser Wichtigkeit gelangen heutzutage nur noch sehr selten auf den Markt
