Brühl 1891 - 1976 Paris
1927
Oil on canvas
41x34 cm
Upper left signed in oil paint by the artist "Max Ernst", verso title inscribed on the chassis in pencil "Gestes sauvages pour le charme II"
Werner Spies/Günter Metken, Max Ernst, Werke 1925-1929, Köln 1976, cat. no. 1130, ill.
Annmarie & Werner Aebli-Streiff, Zürich, purchased from the artist
Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 17.6.2005, cat. no. 29; acquired there for
International private collection
Sète 2016, Musée Paul Valéry, Deux visions du surréalisme, cat. no. 13, ill.
On black primed canvas, the old chassis, extended with a wooden strip on the right, and in the old nailing. Hardly visible craquelure, minimal color abrasion at the corners, covered by the frame. Fresh colours and in perfect overall condition, framed
Max Ernst came to Paris in 1922 and joined the circle of surrealists around Paul Eluard, which he only left in 1938 in solidarity with Eluard. At the beginning of 1927 he tried out various forms of “frottage” and “grattage” in a series of paintings. In 1970 he wrote in his “Ecritures”: “All these pictures [...] were taken in Megève during the winter. They are the first examples of a new technique related to frottage. " It is a matter of placing a canvas prepared with light colors on a non-even surface and working the dark color into it with a spatula"
The here offered painting the “hordes” was created at the same time using the same technique. Spies / Metken give the title "Deux jeunes femmes et homme double" in the catalog raisonné and name this as written on the stretcher. On the stretcher, however, the crossed-out title reads “Gestes sauvages pour le charme II”, Roman Two for the second version, is written in pencil. The same title (without the two) already appears for the picture Spies / Metken 1123, in the composition here The “little horde” is a wonderful, surrealistic piece of jewelry in bright colors
1927
Öl auf Leinwand
41x34 cm
Oben links vom Künstler in Pinsel in Ölfarbe signiert "max ernst", rückseitig in Bleistift auf dem Chassis mit dem Titel "Gestes sauvages pour le charme II"
Werner Spies/Günter Metken, Max Ernst, Werke 1925-1929, Köln 1976,
Annmarie & Werner Aebli-Streiff, Zürich, direkt beim Künstler erworben
Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 17.6.2005,
Internationale Privatsammlung
Sète 2016, Musée Paul Valéry, Deux visions du surréalisme,
Auf schwarz grundierter Leinwand, dem alten, rechts mit einer Holzleiste erweiterten Chassis und in der alten Nagelung. Kaum sichtbare Craquelüren, minime Farbabreibungen an den Ecken, verdeckt vom Rahmen. Farbfrisch und in tadelloser Gesamterhaltung, gerahmt
Max Ernst kam 1922 nach Paris und schloss sich dem Kreis der Surrealisten um Paul Eluard an, den er erst 1938 in Solidarität mit Eluard wieder verliess. Zu Beginn des Jahres 1927 erprobte er in einer Reihe von Gemälden verschiedene Formen der “Frottage” und der “Grattage”. Er schrieb dazu 1970 in seinen “Ecritures”: “All diese Bilder [...] sind im Winter in Megève entstanden. Sie sind die ersten Beispiele einer neuen, der Frottage verwandten Technik.” Es gehe darum, eine mit hellen Farben präparierte Leinwand auf eine nicht ebene Fläche zu legen und darauf mit einem Spachtel die dunkle Farbe einzuarbeiten
Das hier angebotene Gemälde ist eines der besonders wichtigen Werke aus der Gruppe der surrealistisch beeinflussten Figurenbilder aus dem Jahre 1927, zu denen auch die “Horden” gehören, die zur selben Zeit in derselben Technik entstanden sind. Spies/Metken geben im Werkverzeichnis den Titel "Deux jeunes femmes et homme double" und nennen diesen als auf dem Keilrahmen stehend. Auf dem Keilrahmen steht jedoch in Bleistift der durchgestrichene Titel “Gestes sauvages pour le charme II", römisch Zwei für die zweite Fassung. Der gleiche Titel (ohne die Zwei) kommt bereits für das Bild Spies/Metken 1123 vor, in der Komposition dem hier angebotenen ähnlich. Die “kleine Horde” ist ein wunderbares, surrealistisches Schmuckstück in leuchtenden Farben
