Tulln 1890 - 1918 Wien
1907
Aquarell
28,1x19,2 cm, Darstellung und Blattgrösse
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und datiert "Schiele / Egon / 07"
Jane Kallir, Egon Schiele, The complete Works, Drawings and Watercolors, New York 1998,
Privatsammlung Österreich, angekauft um 1988
Europäische Privatsammlung
Auf festem Aquarellpapier, rückseitig Spuren einer alten Montage, vereinzelte Fleckchen. In der Mitte oben und unten Reissnagellöcher. Farbfrisch, in sauberer Erhaltung
Egon Schiele wurde 1906 im Alter von 16 Jahren in die Wiener Akademie der Bildenden Künste aufgenommen und lernte in der Malklasse bei Christian Griepenkerl. Im Jahr 1907 suchte er den ersten persönlichen Kontakt zu Gustav Klimt, der fortan sein Mentor wurde, und bezog sein erstes eigenes Atelier in der Kurzbauergasse in der Wiener Leopoldstadt. Die in dieser Zeit entstehenden Arbeiten sind stark von Klimt und vom Jugendstil beeinflusst. Jane Kallir schreibt, dass sich Schiele in den Aquarellen von 1907, die in der zweiten Jahreshälfte entstanden sind, vom "Akademiestil" löst und seine eigene Bildsprache in Farbe und Form entwickelt. Dasselbe Schiff findet sich auch auf dem kleinen Ölgemälde "Segelschiff auf einem See" (Kallir, Gemälde, Kat. Nr. 77) und dem Aquarell "Segelschiff in Blau" (Kallir, Zeichnungen und Aquarelle, Kat. Nr. 165) aus dem selben Jahr
