Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1934 - Werknummer 1934.50 (1934 L 10)
Kleisterfarbe und schwarze Kreide auf Papier, vom Künstler auf leichten Unterlagekarton aufgezogen
23,8x30,5 cm, Zeichnung - 33,8x38,2 cm, Unterlagekarton
Unten rechts in der Darstellung vom Künstler in Rosa signiert "Klee". Unten links auf dem Unterlagekarton mit der Werknummer "1934 L 10", rechts mit dem Titel "Eine Blume tritt auf"
Paul Klee, Catalogue raisonné, Band 7, Werke 1934-1938,
Berner Sammlung (bis 1952)
Galerie Rosengart, Luzern (1952-1953)
Ida Chagall, Paris (ab 1953)
Auktion Christie’s, London, 28.6.2001,
Privatsammlung Deutschland
Venedig/Mailand 1986, Museo d’Arte Moderna Ca’Pesaro/Palazzo Reale, Paul Klee nelle collezioni private,
Die Tusche auf dem Unterlagekarton leicht verblasst. Das Blatt sonst in tadelloser Gesamterhaltung
Am 21. April 1933 wurde Klee als Professor an der Düsseldorfer Akademie fristlos beurlaubt. Von den Nationalsozialisten als "entarteter Künstler" und als "politisch unzuverlässig" eingestuft, erhielt er aufgrund des "Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" per 1.1.1934 die offizielle Kündigung. Daher emigrierte er am 23.12.1933 in die Schweiz und wohnte zunächst im Berner Elternhaus. 1934 bezog er mit seiner Gattin Lily eine Wohnung im Berner Elfenauquartier. Die Emigration und die Unsicherheiten in Deutschland wirkten sich direkt auf seine Arbeit aus, die Werke wurden dunkler, düsterer und fragender. Die monumentale, braune Blume steht isoliert und doch dominant auf der "braunen" Bühne der Welt. Ein eindrückliches Werk des Neuanfangs in seiner Berner Wahlheimat
