Lausanne 1865 - 1925 Paris
1904
Öl auf Leinwand
40:61 cm
Unten rechts vom Künstler in Pinsel in Öl signiert und datiert "F. Vallotton. 04"
Marina Ducrey, Félix Vallotton, L'Œuvre peint, Vol. II,
Livre de raison (Hedy Hahnloser-Bühler) LRZ 539
Nachlass Félix Vallotton, Paris
Jacques Rodrigues-Henriques, Paris
Collection Eger, bis 1944
Edouard Troester, Genf, von dort durch Erbschaft an
Privatsammlung, Lausanne
Rudolf Koella, Le Retour au paysage historique, Zur Entstehung und Bedeutung von Vallottons später Landschaftsmalerei, in: Zürich 1970, Beiträge zur Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts, Jahrbuch 1968-1969 des Schweizerischen Instituts für Kunstwissenschaft, pag. 43, 49
Marina Ducrey, Félix Vallotton, La vie, la technique, l'œuvre peint, Lausanne 1989, pag. 39
Genf 1944, Musée de l'Athénée, Félix Vallotton, rückseitig mit Etikette
Zürich 1965, Kunsthaus, Félix Vallotton,
Farbfrisch und in tadelloser Gesamterhaltung, leichte, vertikale Craquelüren
Von 1899 und für beinahe 20 Jahre verbrachte Vallotton die Sommermonate in Honfleur und in der Normandie. 1904 entstand eine ganze Reihe von klein- und mittelformatigen Landschaftsdarstellungen in Varengeville-sur-Mer. Diese Arbeiten lieferten ihm das Material für die später im Pariser Atelier entstehenden "Paysages composés", seine freien Nachschöpfungen des unmittelbar Gesehenen. Die vorliegende Arbeit zeigt eine Abendstimmung, Ginsterblüten scheinen wie Glut förmlich aus dem Heidekraut zu leuchten, geheimnisvoll ist der Himmel über der feinen Küstenlinie komponiert
Das vorliegende Werk ist eine eigenständige, kleinere Vorarbeit für das mythologisch aufgeladene, wichtige Grossformat "Soir antique" (Ducrey 535), das sich in der Sammlung Arthur und Hedy Hahnloser befand
