Königsberg 1867 - 1945 Moritzburg
Mise en vente le 10/09/2026,
vers 18:30 h (CET)
(+/- 30 min)
1890
Indian ink and pencil on heavy wove paper
21.6x17.1 cm
Centre right signed and dated by the artist in pencil "Kollwitz / 1890"
Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980, no. 28
Kunstsalon Emil Richter, Dresden, lower centre with the inventory no. in pencil "F 8762"
Private collection USA
Auction Karl & Faber, Munich, 12 June 1970, lot 834
C.G. Boerner, Düsseldorf, there acquired on 6 January 1971 by
Collection Prof. Gustav Stein, Cologne
Galerie Pels-Leusden, Berlin, there acquired in 1990 by
Collection Gudrun and Martin Fritsch, Berlin
C.G. Boerner, Neue Lagerliste, Düsseldorf 1971, cat. no. 56
Festschrift für Gustav Stein, Zum 70. Geburtstag am 19. April 1973, edited by Fritz Berg and Berthold von Böhlen und Halbach, Cologne 1973, fig. 7
Katalog Galerie Pels-Leusden, Berlin 1978, cat. no. 2
Uwe Schneede, Käthe Kollwitz, Das zeichnerische Werk, Munich 1981, cat. no. 5
Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz-Museums Berlin, edited by Martin Fritsch, compiled by Annette Seeler, with contributions by Annette Seeler and Werner Timm, Leipzig 1999, cat. no. 3
Hommage an Käthe Kollwitz, edited by Martin Fritsch, with contributions by Annette Seeler and Gudrun Fritsch, Leipzig 2005, p. 32/33
Gudrun Fritsch, Josephine Gabler, Helmut Engel, Käthe Kollwitz, edited by the Ernst Freiberger-Stiftung, Berlin-Brandenburg 2013, p. 21
Hamburg/Zurich 1980/1981, Kunstverein/Kunsthaus, Käthe Kollwitz, Die Zeichnerin, cat. no. 6
Wiesloch 1995, Kunstkreis Südliche Bergstrasse-Kraichgau e.V., Kulturhaus, Käthe Kollwitz, Meisterwerke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin, p. 53
Berlin/Passau 2011, Käthe-Kollwitz-Museum/Museum Moderner Kunst Wörlen, Käthe Kollwitz, Bildhauerin aus Leidenschaft, p. 60
Berlin 2021, Galerie Judin, Enrique Martínez Celaya, Käthe Kollwitz, Von den ersten und letzten Dingen, cat. no. 30
Several artist's pinholes, with faint light margins. Traces of old mounting on the reverse. In very good condition
The present sheet is an early work by Käthe Schmidt, who only began signing her works as Käthe Kollwitz from June 1891, after marrying her long-time fiancé, the physician Karl Kollwitz. The signature was therefore probably added later.
The artist spent her youth in Königsberg and, from 1881, took lessons with the artist Rudolf Maurer. In 1885/1886, she attended the Ladies' Academy of the Association of Women Artists in Berlin. Back in Königsberg, she was taught by Emil Neide. She then studied in Munich with Ludwig Herterich until 1890. "Ich male hier [in Königsberg] mutterseelenallein, was mir eigentlich gar nicht schlecht gefällt, aber manchmal bekomme ich doch grosse Lust, auch von Andern etwas zu sehen. Es ist so, wie wenn einer immer nur mit sich spricht. Mein Atelier ist sehr klein, doch nicht so, dass ich mir kein Modell stellen könnte. Ich finde, wenn man allein arbeitet, ist man ungleich fleissiger und kommt vielleicht auch besser vorwärts" the artist wrote on 26 February 1891 to her Munich fellow student Paul Hey.
A thoughtful portrait with the head resting on the hand, impressively demonstrating her drawing skills.
1890
Tusche und Bleistift auf festem Velin
21,6x17,1 cm
In der Mitte rechts von der Künstlerin in Bleistift signiert und datiert "Kollwitz / 1890"
Otto Nagel/Werner Timm, Käthe Kollwitz, Die Handzeichnungen, Stuttgart 1980,
Kunstsalon Emil Richter, Dresden, unten mittig mit der Inv.
Privatsammlung USA
Auktion Karl & Faber, München, 12. Juni 1970, Los 834
C.G. Boerner, Düsseldorf, dort am 6. Januar 1971 erworben von
Slg. Prof. Gustav Stein, Köln
Galerie Pels-Leusden, Berlin, dort 1990 erworben von
Slg. Gudrun und Martin Fritsch, Berlin
C.G. Boerner, Neue Lagerliste, Düsseldorf 1971,
Festschrift für Gustav Stein, Zum 70. Geburtstag am 19. April 1973, hrsg. von Fritz Berg und Berthold von Böhlen und Halbach, Köln 1973,
Katalog Galerie Pels-Leusden, Berlin 1978,
Uwe Schneede, Käthe Kollwitz, Das zeichnerische Werk, München 1981,
Käthe Kollwitz, Zeichnung, Grafik, Plastik, Bestandskatalog des Käthe-Kollwitz-Museums Berlin, hrsg. von Martin Fritsch, bearbeitet von Annette Seeler, mit Beiträgen von Annette Seeler und Werner Timm, Leipzig 1999,
Hommage an Käthe Kollwitz, hrsg. von Martin Fritsch, mit Beiträgen von Annette Seeler und Gudrun Fritsch, Leipzig 2005,
Gudrun Fritsch, Josephine Gabler, Helmut Engel, Käthe Kollwitz, hrsg. von der Ernst Freiberger-Stiftung, Berlin-Brandenburg 2013,
Hamburg/Zürich 1980/1981, Kunstverein/Kunsthaus, Käthe Kollwitz, Die Zeichnerin,
Wiesloch 1995, Kunstkreis Südliche Bergstrasse-Kraichgau e.V., Kulturhaus, Käthe Kollwitz, Meisterwerke aus dem Käthe-Kollwitz-Museum Berlin,
Berlin/Passau 2011, Käthe-Kollwitz-Museum/Museum Moderner Kunst Wörlen, Käthe Kollwitz, Bildhauerin aus Leidenschaft,
Berlin 2021, Galerie Judin, Enrique Martínez Celaya, Käthe Kollwitz, Von den ersten und letzten Dingen,
Mit Reissnagellöchern. Mit Lichtrand. Rückseitig Spuren alter Montierungen. In sehr guter Erhaltung
Das vorliegende Blatt ist eine frühe Arbeit von Käthe Schmidt, die die Werke erst ab Juni 1891, nach der Heirat mit ihrem langjährigen Verlobten, dem Arzt Karl Kollwitz, mit Käthe Kollwitz signierte. Die Signatur dürfte demnach später angebracht worden sein.
Die Künstlerin verbringt ihre Jugend in Königsberg und nimmt ab 1881 Unterricht beim Künstler Rudolf Maurer. 1885/1886 besucht sie die Damenakademie des Vereins Berliner Künstlerinnen. Zurück in Königsberg wird sie von Emil Neide unterrichtet. Anschliessend studiert sie bis 1890 in München bei Ludwig Herterich. "Ich male hier [in Königsberg] mutterseelenallein, was mir eigentlich gar nicht schlecht gefällt, aber manchmal bekomme ich doch grosse Lust, auch von Andern etwas zu sehen. Es ist so, wie wenn einer immer nur mit sich spricht. Mein Atelier ist sehr klein, doch nicht so, dass ich mir kein Modell stellen könnte. Ich finde, wenn man allein arbeitet, ist man ungleich fleissiger und kommt vielleicht auch besser vorwärts", schreibt die Künstlerin am 26. Februar 1891 an den Münchner Studienfreund Paul Hey.
Ein nachdenkliches Porträt mit auf die Hand gestütztem Kopf, das ihre zeichnerischen Fähigkeiten eindrücklich aufzeigt.
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