La Chaux-de-Fonds 1887 - 1965 Roquebrune-Cap-Martin
1921
Pencil and colour pencils on architect's paper, laid down on Japan paper
76x65 cm
Lower right signed by the artist in pencil 'Jeanneret'
Confirmation of authenticity from Naïma Jornod, Geneva, dated 9 December 2024, is available. The work will be included in the catalogue of works on paper currently in preparation
Private collection Switzerland
The sheet with professionally restored tears upper right and lower left. In fine condition
The composition of the drawing highlights the titular interlocking and overlapping objects, which are presented in strongly simplified geometric shapes. In doing so, it consistently follows the manifesto 'Après le cubisme' by Le Corbusier and Amédée Ozenfant from 1918, in which the two artist friends programmatically stated: 'Der Purismus will klar denken, treu arbeiten, exakt sein - ohne Täuschung. Er verwirft gestörte Konzeptionen, flüchtige oder brüchige Ausführungen. Eine ernsthafte Kunst muss alle Techniken verbannen, die nicht dem wahren Wert der Idee entsprechen.'
These principles are clearly reflected in the drawing approach: in the precise linework, the clearly defined outline shapes and the deliberate omission of ornamental details. The focus is not on the individual object, but on the spatial relationship of the things to one another - their 'symphony' in space, their harmonies, distances and structural connections.
In portrait format, the composition unfolds in layers from back to front: an upright guitar forms the vertical background, followed by a siphon, a bottle with a cork and a glass arranged in between, opening upwards. These are followed by a carafe with a characteristically bent round neck, a jug in side profile and a pipe, defined by its bowl on the right and left through the circle of the lens at the end of its stem. In the foreground stands a ribbed drinking glass.
The sequence of these objects, their mutual interpenetration and the emphasis on shared contours create a new, synthetic overall form - a linear object that transcends the sum of its parts.
1921
Bleistift und Farbstifte auf Architektenpapier, aufgezogen auf Japan
76x65 cm
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert "Jeanneret"
Echtheitsbestätigung von Naïma Jornod, Genf, datiert vom 9. Dezember 2024, liegt vor. Das Werk wird in den sich in Vorbereitung befindenden Katalog der Arbeiten auf Papier aufgenommen
Privatsammlung Schweiz
Das Blatt mit professionell restaurierten Einrissen oben rechts und unten links. In schöner Erhaltung
Die Komposition der Zeichnung hebt die titelgebenden, ineinander verschachtelten und überlagerten Objekte in stark vereinfachten, geometrischen Grundformen hervor. Dabei folgt sie konsequent dem Manifest "Après le cubisme" von Le Corbusier und Amédée Ozenfant aus dem Jahr 1918, in dem die beiden Künstlerfreunde programmatisch formulierten: "Der Purismus will klar denken, treu arbeiten, exakt sein - ohne Täuschung. Er verwirft gestörte Konzeptionen, flüchtige oder brüchige Ausführungen. Eine ernsthafte Kunst muss alle Techniken verbannen, die nicht dem wahren Wert der Idee entsprechen."
Diese Grundsätze spiegeln sich im zeichnerischen Ansatz deutlich wider: in der präzisen Linienführung, den klar definierten Umrissformen und dem bewussten Verzicht auf ornamentale Details. Im Zentrum steht nicht das Einzelobjekt, sondern die räumliche Beziehung der Dinge untereinander - ihre "Symphonie" im Raum, ihre Harmonien, Distanzen und strukturellen Verknüpfungen.
Im Hochformat entfaltet sich die Komposition schichtweise von hinten nach vorne: Eine aufrecht stehende Gitarre bildet den vertikalen Hintergrund, gefolgt von einem Siphon, einer Flasche mit Korken und einem dazwischen angeordneten Glas, das sich nach oben hin öffnet. Es schliessen sich eine Karaffe mit charakteristisch umgebogenem Rundhals, ein seitlich profilierter Krug sowie eine Pfeife an, die durch ihren Kopf rechts und links durch den Kreis der Linse am Ende ihres Rohrs definiert ist. Im Vordergrund steht ein geriffeltes Trinkglas.
Die Aneinanderreihung dieser Gegenstände, ihre wechselseitige Durchdringung und die Betonung gemeinsamer Konturen erzeugen eine neue, synthetische Gesamtform - ein lineares Objekt, das über die Summe seiner Teile hinausgeht.
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