Ausrufzeit 10.09.2026,
circa 19.00 Uhr (CET)
(+/- 30 Min.)
1825-1826
Folge von 21 Kupferstichen (Chine collé) auf weisse Bogen aufgelegt, 1 Titelblatt und 1 lose Publikationsanzeige. In originalem grünen Kartonumschlag mit Lederrücken und aufgeklebtem Titel in Goldpressung auf dem Vorderdeckel
53x36,5 cm, Umschlag
Binyon 105-126
Slg. Colonel Daniel Sickles (1904-1989), Paris (Ex Libris im Umschlag)
Galerie Kornfeld & Cie. (Ankauf 1974)
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, auf der Innenseite des Umschlags mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Salzburg/Winterthur 1984/1985, Rupertinum/Kunstmuseum, Von Goya bis Warhol, Meisterwerke der Graphik des 19. und 20. Jahrhunderts aus einer Schweizer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Alle Grafiken in ausgezeichneter Erhaltung und mit sehr breitem Papierrand, alle in tadelloser Druckqualität. Umschlag leicht berieben und gebrochen
William Blake war schon in jungen Jahren vom Thema "Job" (das Buch Hiob in der Bibel, platziert vor den Psalmen im Alten Testament) fasziniert, eine erste Zeichnung stammt aus dem Jahr 1793. Auf Anregung seines Freundes John Linnell, der selbst Maler und Verleger war, entstand nach 1820 eine Reihe von Aquarellen, die in der vorliegenden Buchausgabe als Grafikblätter umgesetzt wurden. In der Erstausgabe, die auf der Publikationsanzeige mit "March 1826" datiert war, trat John Linnell als Mitverleger auf. Eine zweite Ausgabe erschien 1874 ohne die Bezeichnung "Proof" auf den einzelnen Blättern. 1919 gingen alle Platten in den Besitz des Print Departments des British Museum über. Ausser der ersten Auflage von 1826 und der zweiten von 1874 gibt es keine weiteren Auflagen.
Mit ihrer ungewöhnlichen Intensität und Ausdruckskraft erreichten die Illustrationen zum "Book of Job" die höchste Vollendung von Blakes schöpferischer Genialität und technischer Meisterschaft. Laurence Binyon bezeichnet die Folge sogar als Höhepunkt auf dem Gebiet des Originalstiches seit Dürer und Mantegna (vgl. L. Binyon, The Engravings of William Blake [...], in: The Print Collector's Quarterly 1917, S. 319).
Komplett und als frühest mögliche Ausgabe, dazu in vorzüglicher Gesamtqualität, von grosser Seltenheit.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
