Ausrufzeit 11.09.2026,
circa 17.15 Uhr (CET)
(+/- 30 Min.)
Um 1920
Aquarell auf dünnem Japan
47,2x34,5 cm
Unten rechts vom Künstler in Tusche signiert "Nolde"
Das Werk ist in der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde unter der Nummer Fr. 3970 registriert und wird in das künftige Werkverzeichnis der Aquarelle und Zeichnungen von Emil Nolde aufgenommen. Die Bestätigung, datiert vom 23. März 2026, liegt vor
Slg. Hans Fehr, Muri
Slg. Kohlschütter, am 9. Oktober 1964, dort erworben von
Klipstein & Kornfeld, Bern, dort erworben von
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Bern 1989, Kunstmuseum Bern, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Mit minimen Kratzern, rückseitig Montierungsreste. In sehr schöner Erhaltung
Der Erste Weltkrieg war 1918 nach vier langen und erschütternden Jahren vorbei. Das gesellschaftliche Trauma und die Erinnerungen an die schrecklichen Geschehnisse sollten allerdings noch lange nachwirken. Emil Nolde hatte den Krieg grösstenteils in seiner schleswig-holsteinischen Heimat erlebt. "Es ist ganz eigentümlich und nicht immer schön, in einem Grenzland geboren zu sein. Das Für und das Wider, hierhin und dorthin, ist schärfer geprägt als anderswo." Nolde spielt auf die Grenzkonflikte und auf die Territorialverschiebungen zwischen Deutschland und Dänemark während des Kriegs an. Noldes Bildnis eines Kriegers scheint, abgesehen vom Bildtitel, nicht viel Militärisches aufzuweisen. Das Thema ist vielmehr die Umsetzung eines Porträts mittels einer ausdrucksvollen, expressiven Farbgebung. Mit Werken wie dem vorliegenden erweist sich Emil Nolde als einer der grossen Aquarellisten in der europäischen Kunst des 20. Jahrhunderts.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
