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    Josef Albers  : Study for Homage to the Square: Mild , 1962
    Josef Albers  : Study for Homage to the Square: Mild , 1962
    Josef Albers : 51 Study for Homage to the Square: Mild
    Josef Albers : 51 Study for Homage to the Square: Mild
    Josef Albers : 51 Study for Homage to the Square: Mild
    Josef Albers : 51 Study for Homage to the Square: Mild
    Josef Albers : 51 Study for Homage to the Square: Mild

    Josef Albers

    Bottrop 1888 - 1976 New Haven

    51   

    Study for Homage to the Square: Mild

    Schätzpreis CHF 300'000

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    Ausrufzeit 11.09.2026,
    circa 15.00 Uhr (CET)
    (+/- 30 Min.)

    Versandkosten

    1962

    Öl auf Hartfasertafel

    61x61 cm

    Unten rechts vom Künstler monogrammiert und datiert "JA 62", rückseitig vom Künstler signiert und datiert "Albers 1962", darüber betitelt "Mild"

    Werkverzeichnis

    Das Werk wird in das Werkverzeichnis der Gemälde von Josef Albers aufgenommen und ist in der Josef and Anni Albers Foundation unter der Nummer JAAF 1962.1.89 registriert

    Provenienz

    Atelier des Künstlers, dort am 21. März 1972 erworben von

    Galerie Beyeler, Basel, Inv. Nr. 7242, dort am 3. April 1973 erworben von

    Galerie Nahmad, Mailand

    Slg. Guido Nati, Rom, bis Dezember 1992

    Galleria Anna D'Ascanio, Rom, am 15. Juni 1995 verkauft an der Art Basel an

    Privatsammlung Deutschland, durch Erbschaft an

    Privatsammlung Schweiz

    Ausstellungen

    Pasadena 1968, Pasadena Art Museum, Serial Imagery, Kat. Nr. 57

    Düsseldorf 1970, Städtische Kunsthalle Düsseldorf, Josef Albers, Kat. Nr. 49

    New York 1971, Metropolitan Museum of Art, Josef Albers at the Metropolitan Museum of Art, Kat. Nr. 43

    Basel 1973, Galerie Beyeler, Albers, Kat. Nr. 25

    Mailand 1973, Galleria d'arte Medea, 3 interventi nello Spazio Astratto

    Zustand

    Mit typischen Abreibungen unter dem Alurahmen und einzelnen kleinen Retuschen im unteren linken sowie im oberen mittigen Bereich des mittleren sowie des äusseren Farbfeldes. In sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    "Homage to the Square: Mild" gehört zu Albers ikonischer Serie "Homage to the Square", welche über einen Zeitraum von 25 Jahren entstanden ist. Sie bildet eine langjährige und vielfältige Auseinandersetzung des Künstlers mit dem Zusammenspiel von Farben. "Mild" besteht aus drei konzentrischen, ineinander verschachtelten Quadraten in unterschiedlichen Gelbnuancen, deren Farbmischung Albers eigenhändig auf der Rückseite des Werkes dokumentiert: sie reichen vom warmem ockerfarbenen "Naples Yellow Reddish" im Zentrum, über ein mittleres "Cadmium Yellow" zu einem ocker-gelben "Naples Yellow, medium". Jedes Farbton-Quadrat verschiebt sich dabei im Verhältnis zu seinem Nachbarn. Mit drei Diagonalen, die ihren Ecken folgen, erzeugen die Quadrate eine Illusion von Räumlichkeit, die sich entweder nach innen oder nach aussen ausdehnt. Ihre asymmetrische Konstruktion - die Abstände ausserhalb des zentralen Quadrats sind links und rechts doppelt so gross, oberhalb dreimal so gross - verleiht ihnen zudem eine subtile Aufwärtsbewegung.

    Nach seiner ersten Professur am Bauhaus wechselte Albers 1933 an das Black Mountain College, wo er seine Ideen zur Farbtheorie weiterentwickelte. Er liess seine Studierenden verschiedene Kombinationen aus farbigem Papier übereinanderlegen und beobachtete, dass Farben keine isolierten Einheiten waren, sondern "sich in ständigem Wandel präsentieren, stets in Beziehung zu wechselnden Nachbarn und sich ändernden Bedingungen". Als Albers 1950 eine Lehrtätigkeit an der Yale University aufnahm, begann er mit seinen "Homages", die er bis zu seinem Tod im Jahr 1976 schuf. Jedes einzelne Werk ist dabei eine eigene Lektion in Farbtheorie und weist das gleiche Format auf: konzentrische Quadrate in unterschiedlichen Farbtönen.

    Albers verwendete die Farbe direkt aus der Tube und trug sie mit einem Spachtel auf eine grundierte Hartfaserplatte auf. Nachdem er das Farbschema zuvor durch präzise Experimente festgelegt hatte, führte er die Gemälde mit absoluter Kontrolle aus. Er arbeitete von Hand, ohne mechanische Hilfsmittel wie Abdeckband, um die unvollkommenen Ränder zwischen den Farben vibrieren zu lassen. Trotz des statischen Aufbaus haben seine Bilder, wie Albers betont, nicht nur eine räumliche Dimension, sie suggerieren auch eine Bewegungstendenz: "Meine Quadrate bewegen sich vor und zurück, sie scheinen einzudringen und sich zu entfernen, zu wachsen und sich zu verkleinern".

    Das Werk gehört zu den zentralen Positionen der Farbfeldmalerei und demonstriert, wie Albers durch minimale Mittel maximale optische Komplexität erreichte.


     
     
     
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