1471 Nürnberg 1528
1513
Kupferstich auf Bütten
24,2x18,6 cm, Blattgrösse
Schoch/Mende/Scherbaum 69
Meder 74 a oder b (v. g)
Privatsammlung Deutschland
Sehr guter Druck, der noch das etwas dunklere vertikale Band zeigt, das für Frühdrucke, vor allem beim "Hieronymus im Gehäus", charakteristisch ist. Umlaufend auf den Plattenrand beschnitten. Die rechte untere Ecke angesetzt, auch in beiden oberen Ecken und in der Mitte kleine, alt restaurierte Beschädigungen. Insgesamt ist das Blatt angestaubt und leicht gebräunt, dabei jedoch, von den kleineren punktuellen alten Restaurierungen abgesehen, unbehandelt
Dürer selbst nannte diesen Kupferstich im Tagebuch seiner Niederländischen Reise lediglich "Ein Reuther". Damit gab er keinen Hinweis auf eine Interpretation, die sich seitdem umso stärker entwickelt hat. Eine gängige ist jene, die den Reiter als "miles christianus", als christlichen Ritter deutet. Von keinerlei Gefahr, auch nicht von Tod und Teufel, lässt sich dieser von seinem Weg abbringen. Auf seinem von Felsen begrenzten Weg, der kein Ausweichen erlaubt, begleitet ihn sein treuer Hund. Zwar bleibt das Woher und Wohin des Reiters unklar, doch ragt im Hintergrund eine Sicherheit verheissende Burg hervor. Technisch ist der Stich seit jeher unstrittig eine staunenerregende Meisterleistung, die sogar eine Korrektur am rechten Hinterhuf des Pferdes zu Grashalmen in die Komposition einzubeziehen weiss.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
