Burgdorf 1897 - 1934 Lützelflüh
1926
Kohle und Aquarell auf Velin, auf leichten Karton aufgezogen
55,8x43,4 cm, Darstellung; 68,9x49,4 cm, Unterlagekarton
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und datiert "Werner Neuhaus 26"; auf Unterlagekarton unten rechts Stempel "Nachlass Neuhaus"
Auktion Germann, Zürich, 25. November 2003, Los 122, dort erworben von
Privatsammlung Schweiz
Minim stockfleckig. In sehr guter Erhaltung
In den frühen 1920er-Jahren gelang Werner Neuhaus unter dem Einfluss von Cuno Amiet und der Künstlergruppe Rot-Blau eine tiefgreifende künstlerische Neuorientierung. Neuhaus begann, die Farben in leuchtenden Tönen einzusetzen. Von entscheidender Bedeutung hierfür waren die Begegnung mit der Kunst Kirchners und die künstlerischen Fortschritte seiner Freunde Albert Müller und Hermann Scherer, die sie durch ihre Aufenthalte in Davos-Frauenkirch machten. Unser Aquarell zeigt eine imposante Felsenschlucht in einer flächenbetonten, koloristisch-intensiven Malweise kirchnerischer Prägung. Obwohl Werner Neuhaus Ernst Ludwig Kirchner nie in Davos besucht hatte, liegt die Vermutung doch nahe, dass ihm die Davoser Bergwelt aufgrund des engen Austauschs mit seinen Malerfreunden und seiner künstlerischen Auseinandersetzung mit Kirchners Schaffen nicht fremd war und ihn zu diesem Bergmotiv inspirierte. Bei unserer Darstellung könnte es sich um die Zügenschlucht bei Davos Monstein handeln, bei der Bergspitz um das Tinzenhorn, das Ernst Ludwig Kirchner mehrfach als Sujet diente.
| Schweiz | CHF | 170 |
| Europa | CHF | 270 |
| USA | CHF | 360 |
| Übersee | CHF | 380 |
