1911
Bleistiftzeichnung auf gelblichem Simili-Japan
48,2x32 cm
Rechts in der Mitte im Rechteck vom Künstler signiert und datiert "Egon / Schiele / 1911."
Jane Kallir, Egon Schiele, The Complete Works, New York 1990,
Slg. Arthur Roessler, Wien
Slg. Erich Lederer, Genf, dort nach 1956 erworben von
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Genf 1999-2000, Musée d’art et d’histoire, Steinlen et l'Epoque 1900,
Barcelona 2000, Museu Picasso, Steinlen y l’época de 1900,
An den Blatträndern leichte Knicke. Das Blatt weist eine regelmässige Maserung auf, die mit der Papierqualität und dessen Alterung zusammenhängt. Kleine Reissnagellöchlein in den oberen Ecken, sowie rückseitige Reste alter Montierungen. Sehr schöne Erhaltung
Über die Tänzerin Moa Mandu ist heute nur wenig bekannt. Tatsache ist aber, dass Egon Schiele sie wiederholt porträtierte. Die beiden lernten sich angeblich über Schieles Künstlerfreund Erwin Osen kennen. Mit ihrem extravaganten Ausdruck war Moa auch bei anderen Künstlern ein beliebtes Modell. Das vorliegende Blatt zeigt, dass sich Egon Schiele bereits 1911 den Fragen der körperlichen Darstellung widmete und sich nach und nach von seinem Vorbild Gustav Klimt löste.
Wie so oft bilden die Hände ein zentrales Motiv in der Bildkomposition. Für den Künstler sind sie neben der Mimik das wichtigste Ausdrucksmittel, das auch bei seinen Selbstporträts häufig zu sehen ist.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
