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    Francisco de Goya  : Ein Kavalier hilft einer Dame  die Treppe  ..., Um 1815-1820
    Francisco de Goya  : Ein Kavalier hilft einer Dame  die Treppe  ..., Um 1815-1820
    Francisco de Goya : 2092 Ein Kavalier hilft einer Dame die Treppe hinauf – Cavalier Helping a Woman to Climb some Steps
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    Francisco de Goya : 2092 Ein Kavalier hilft einer Dame die Treppe hinauf – Cavalier Helping a Woman to Climb some Steps

    Francisco de Goya

    Fuendetodos 1746 - 1828 Bordeaux

    2092   

    Ein Kavalier hilft einer Dame die Treppe hinauf – Cavalier Helping a Woman to Climb some Steps
    Blatt 61 des Album F

    Schätzpreis CHF 600'000 *
    Zuschlag CHF 480'000
    Angaben ohne Gewähr
    12.09.2024
    Versandkosten

    Um 1815-1820

    Pinselzeichnung in Sepia und dunklem Braun in zwei Tönen auf dünnem Velin mit Wasserzeichen "M" in Kartusche

    20,8x14,2 cm, Blattgrösse

    Oben rechts mit der eigenhändigen Nummer "61", die Nummer "32" wohl von der Hand Javier Goyas, des Sohnes des Künstlers

    Werkverzeichnisse

    Pierre Gassier, The Drawings of Goya, The Complete Albums, London 1973, Nr. 327 (Album F. 61)

    Pierre Gassier/Juliet Wilson, Vie et œuvre de Francisco Goya, L'œuvre complet illustré, Fribourg 1970, Nr. 1482

    Provenienz

    Slg. Javier Goya y Bayeu (1784–-1854), ab 1828

    Slg. Mariano Goya y Goicoechea (1806–-1874), ab 1854

    Federico de Madrazo y Kuntz (1815–-1894) und/oder Román Garreta y Huerta (um 1855–-1860)

    Slg. Paul Lebas, Paris, vor 1877

    Auktion Hôtel Drouot, Paris, Vente anonyme P. L., 3. April 1877, Los 48, an

    Féral, Paris

    Slg. Alfred Stroelin (1871–-1954), Paris und Lausanne

    Auktion Galerie Kornfeld und& Klipstein, Bern, 7.–8. Juni 1978, Los 371

    Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, Lugt 913b

    Literatur

    Pierre Gassier, Une source inédite de dessins de Goya en France au XIXe siècle, Gazette des beaux-arts, 80, 1972, pag. 113

    Juliet Wilson-Bareau, Goya in Bern, in: Christine E. Stauffer (Hg.), Festschrift für Eberhard W. Kornfeld zum 80. Geburtstag, Bern 2003, reprod. pag. 95

    Ausstellungen

    Martigny 1982, Fondation Pierre Gianadda, Goya dans les collections suisses, Kat. Nr. 18, mit Abbildung

    Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld], Kat. Nr. 1, mit Abbildung

    London 2001, Hayward Gallery, Goya: Drawings from His Private Albums, Kat. Nr. 61, pag. 185, mit Abbildung

    Madrid 2003, Fundación Juan March, Espíritu de modernidad: de Goya a Giacometti, Obra sobre papel de la colección Kornfeld, Kat. Nr. 7, pag. 130, mit reprod. pag. 17

    Zürich 2011, Graphische Sammlung der ETH, Francisco Goya, Augenzeuge und Visionär

    Zustand

    Die dunklen Tintenakzente sowie der kleine mittige Tintenfleck am unteren Rand rückseitig etwas durchschlagend. Davon abgesehen ist das Blatt (wie auch das vorhergegangene, aus dem gleichen Album stammende) in einem insgesamt ganz hervorragenden Erhaltungszustand und wirkt frisch und gänzlich unbehandelt

    Erläuterungen

    Erst 1796, im Alter von 50 Jahren, begann Goya, in kleine gebundene Bücher zu zeichnen. Bis zu seinem Tod 1828 in Bordeaux füllte er acht solche Alben mit ca. 550 Zeichnungen. Dabei handelt es sich nicht um Skizzenbücher im herkömmlichen Sinne. Zwar griff er in Graphiken vereinzelt auf seine Zeichnungen zurück, die meisten der Blätter sind jedoch gänzlich eigenständig – gleichsam private Bilder, die Goya selbst, seiner Familie und allenfalls einem kleinen Freundeskreis vorbehalten waren. Nach seinem Tod wurden die Alben aufgelöst und die Zeichnungen in alle Winde zerstreut.

    Die beiden Zeichnungen aus der Sammlung Kornfeld stammen aus dem Album F, einem gebundenen spanischen Notizbuch, das 106 nummerierte Seiten umfasste. Goya begann es während oder unmittelbar nach dem Unabhängigkeitskampf der Spanier gegen die französische Okkupation 1808–1814. Das Album enthält einige "der strahlendsten und fesselndsten Bilder, die Goya jemals zeichnete" (Juliet Wilson-Bareau, pag. 17), wozu die beiden angebotenen Blätter zweifellos gezählt werden dürfen.

    Die Zeichnung Nr. 61 des Albums F zeigt einen Kavalier, der einer Dame die Treppe hinaufhilft. Die Horizontalen und Vertikalen der Treppenstufen und der nicht genau zu benennende Hintergrund kontrastieren zu dem angedeuteten Bogen am unteren Rand der Seite. Auf der Treppe, die wie eine Brücke den Raum überspannt, schreitet eine junge Dame die Stufen hinauf. Die Treppe weist kein Geländer auf, was die Dame dazu zwingt, sich von einem älteren Edelmann in altmodischer Kleidung stützen zu lassen. Die Labilität der Situation wird durch einen teilweise flirrenden Zeichenstil ausgedrückt, der sich etwa in den hingetupften Flecken in den Gewändern artikuliert. Goya beweist seine Souveränität im Umgang mit dem Medium, indem er das Weiss des Papiers geschickt in seine Komposition einbezieht.


     
     
     
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    Francisco de Goya  : Ein Kavalier hilft einer Dame  die Treppe  ..., Um 1815-1820
    Francisco de Goya  : Ein Kavalier hilft einer Dame  die Treppe  ..., Um 1815-1820


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    KORNFELD
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