1861 Banyuls-sur-Mer 1944
1905 oder früher, Guss vermutlich 1906-1909
Bronze
22x17x6 cm
Rückseitig mit der geritzten Galerie-Signatur "ARiSTiDE MAiLLOL". Ohne Giesserstempel
Expertise von Dr. Ursel Berger, Berlin, datiert vom 9. April 2023, liegt vor
Im bevorstehenden Buch von Ursel Berger über die Bildhauerei Maillols, wird dieser Typus als Nr. C.12 aufgeführt
Slg. Marquis de Biron, Genf
Wohl Auktion Palais de Beaulieu, Lausanne, Succession de Feu Monsieur H. V., 8.-10. Juni 1959 Galerie Willi Raeber, Basel, Inv.
Privatsammlung Schweiz
John Rewald, Maillol, Paris 1939, Tf. 114-115 (Terrakotta)
Waldemar George, Aristide Maillol et l'âme de la sculpture, Neuenburg 1977, pag. 140 (anderer Guss)
Ursel Berger/Élisabeth Lebon, Maillol (re)découvert, Galerie Malaquais, Paris 2021,
Mit brauner Patina. Tadellos in der Erhaltung
Auf Anregung von Ambroise Vollard schuf Aristide Maillol nach 1900 eine Reihe von Figuren, die er an seinen Händler mit allen Rechten verkaufte. Im Anschluss gab Vollard von den Figuren unlimitierte Editionen heraus. Wie bei fast allen Vollard-Güssen fehlt der Giesserstempel
Laut Ursel Berger unterscheidet sich die vorliegende Kleinplastik von den bekannten Vollard-Editionen, die ab 1907 in grosser Stückzahl produziert wurden. Sie vermutet, dass Vollard anfangs verschiedene Giessereien beauftragte, unter anderem "Bingen et Costenoble Fondeurs Paris". Die ungewöhnliche Bezeichnung mit dem Künstlernamen auf der Rückseite ist lediglich bei einer weiteren Figur bekannt und dürfte von einer Galerie zu einem späteren Zeitpunkt hinzugefügt worden sein
