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Leitmeritz 1877 - 1959 Zwickledt
1915
Feder in Tusche
14,3x11 cm; 17,2x11 cm, ausgeklappt
Unten rechts mit dem Monogramm in Feder in Tusche "AK", links mit dem Datum "22.10.15" und dem Titel "TRAUERTAG AUS DEM LEBEN EINES KÜNSTLERS". Mit Adressstempel "FRAU MARIANNE HAEUTLER / WIEN XIX., / Himmelstrasse 41, Tel. 14652". Verso in Bleistift handschriftlich festgehalten "Es hätte schlimm gehen / können wenn ich / nicht "das Zitterlein" bekommen hätte. / 4. Musterung"
Auf glattem Papier, rückseitig mit Resten einer alten Montage
Kubin wollte im Jahr 1896 als Freiwilliger in die Armee eintreten, sein Dienst war aufgrund seiner schwerwiegenden gesundheitlichen Situation - immer wieder quälten ihn seelische Erschöpfungszustände - jedoch nur von kurzer Dauer. Interessante Zeichnung über die Situation einer Musterung, als der 1. Weltkrieg bereits im Gange war. - Marianne Weil muss in den Jahren vor 1915 eine Liebesbeziehung mit Alfred Kubin gehabt haben. Sie heiratete aber 1915 Felix Grafe, von dem sie sich 1927 scheiden liess und später einen Herrn Haeutler heiratete, mit Adresse «Himmelstrasse 41, Wien XIX-Grinzing». Sie hatte mit Felix Grafe einen Sohn mit Namen Ingo, der spätestens in den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts in London wohnte. Alfred Kubin schickte Marianne Weil/Grafe/Haeutler in all den Jahren nach 1915 Aquarelle, Zeichnungen, Briefe, die in gesamthaft 3 Sammelbänden eingeklebt wurden, genannt «Marianneum I, II und III. Erst im Dezember 1936 wurde die Beziehung von Alfred Kubin aufgegeben, mit "Sarkophag einer Liebe" liegt eine der letzten Tuschzeichnungen vor, vgl. die
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