Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1939 - Werknummer 1939.1045 (EF 5)
Kleisterfarbe und Bleistift auf Papier, auf Karton aufgezogen
23,7x29,7 cm, inkl. Abschlussstrich; 32,8x47 cm, Unterlage
Oben rechts vom Künstler in Bleistift signiert "Klee", unter dem Abschlussstrich mit der Werknummer und dem Titel "1939 - EF 5 Gedanken an Golgatha", links unten in Bleistift mit einem alternativen Titel "Golgatha nachfühlend"
Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 8, Werke 1939, Bern 2004,
Nachlass des Künstlers
Slg. Lily Klee (1940-1946), Bern, dort erworben von
Klee-Gesellschaft (1946-1952), Bern, dort erworben von
Slg. Felix Klee, Bern (1953-1990)
Nachlass Felix Klee (1990-1992), von dort an
Privatsammlung Schweiz
Christina Kröll, Die Bildtitel Paul Klees, Eine Studie zur Beziehung von Bild und Sprache in der Kunst des zwanzigsten Jahrhunderts, Dissertation, Bonn 1968,
Brigitte Uhde-Stahl, Paul Klees geheime Symbolik, Berlin 2018,
Stuttgart 1975, Württembergischer Kunstverein, Paul Klee, Die Ordnung der Dinge,
Graz/Klagenfurt/Salzburg 1979, Kulturhaus/Kärntner Landesgalerie/Museumpavillon im Mirabellgarten, Paul Klee, Die Ordnung der Dinge, gleicher Katalog wie Stuttgart 1975
Florenz 1981, Orsanmichele, Paul Klee, Opere 1900-1940, Dalla collezione Felix Klee,
Paris 1985, Galerie Karl Flinker, Paul Klee, Les dix dernières années,
Stuttgart/Emden 1990/1991, Württembergischer Kunstverein/Kunsthalle, Paul Klee, Spätwerk, Arbeiten auf Papier 1937-1939,
Bern 2009/2010, Zentrum Paul Klee, Paul Klee, Leben und Nachleben, ohne Kat.
Mit minimem Lichtrand, in sehr guter Erhaltung
"Gedanken an Golgatha" entstand im Jahr 1939, einem aussergewöhnlich produktiven Jahr für Paul Klee. Trotz seiner weit fortgeschrittenen Erkrankung an Sklerodermie schuf er in diesem Jahr mehr Werke als je zuvor. Die Bildfindungen dieser letzten Schaffensphase zeichnen sich durch eine bemerkenswerte formale Konzentration und geistige Dichte aus. Religiöse, mythologische und existenzielle Themen gewinnen nun zunehmend an Bedeutung, ohne dass Klee sie im Sinne einer traditionellen Ikonografie ausführt. Vielmehr dienen sie ihm als Träger allgemeingültiger menschlicher Erfahrungen. "Gedanken an Golgatha" ist eine eindrückliche Darstellung eines "Schmerzensmannes". Der biblische Ort erscheint als Sinnbild für Leiden, Opfer und Erlösung, zugleich aber auch für Hoffnung und geistige Erneuerung. Die Komposition ist von einer eindrucksvollen Reduktion geprägt. Mit wenigen, kraftvoll geführten Linien und einer zurückhaltenden Farbigkeit entwickelt Klee eine Bildsprache von aussergewöhnlicher Intensität.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
