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  • Kunst aus sechs Jahrhunderten

    Paul Klee : Krankenbesuch, 1913 - Werknummer 1913.86
    Paul Klee : Krankenbesuch, 1913 - Werknummer 1913.86
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch
    Paul Klee : 362 Krankenbesuch

    Paul Klee

    Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto

    362   

    Krankenbesuch

    Zuschlag CHF 30'000
    Angaben ohne Gewähr
    Versandkosten

    1913 - Werknummer 1913.86

    Aquarell und Tusche auf Bütten, auf Karton aufgezogen

    13,8x17,8 cm, Darstellung; 24,8x33 cm, Unterlagekarton

    Unten rechts am Rand der Darstellung vom Künstler in Tusche signiert "Klee", unten links mit der Werknummer "1913.86", rechts daneben betitelt "Krankenbesuch"

    Werkverzeichnis

    Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 2, Werke 1913-1918, Bern 2000, Nr. 988

    Provenienz

    The Hanover Gallery, London (1948-1952)

    De Beer Fine Arts, London (ab 1952)

    Slg. H. Erismann, Beinwil am See

    Auktion Germann, Zürich, 1. Juni 1983, Los 44

    Galerie Römer, Zürich (bis 1988)

    Privatsammlung Schweiz, versteigert bei

    Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 17. Juni 2011, Los 96, dort erworben von

    Privatsammlung Basel

    Privatsammlung Schweiz

    Ausstellung

    Aarau 1960, Kunsthaus, Jubiläums-Ausstellung aus aargauischem Privatbesitz, 1. Teil, Kat. Nr. 208

    Zustand

    Blatt etwas gebräunt, Unterlagekarton mit Lichträndern, rückseitig mit Montierungsresten. Insgesamt in sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    Die Zeichnung entstand 1913 und gehört in die frühe Schaffensphase Paul Klees, unmittelbar vor seiner wegweisenden Tunesienreise von 1914. Er wählte eine Bildsprache, in der räumliche Beziehungen und kompositorische Ordnungen gegenüber einer naturalistischen Wiedergabe in den Vordergrund treten. Die Komposition gewinnt ihre Wirkung durch das spannungsvolle Verhältnis von Linie, Fläche und rhythmischer Anordnung der Formen. Kunsthistorisch ist das Motiv der Krankheit bei Paul Klee vor allem mit seinem Spätwerk ab 1935 verbunden. Nach der Diagnose der unheilbaren Autoimmunerkrankung Sklerodermie entstanden in den letzten Lebensjahren zahlreiche Werke, in denen Klee seine körperliche Leidenssituation, existenzielle Ängste und zugleich eine bemerkenswerte künstlerische Zuversicht in einer verdichteten, zeichenhaften Bildsprache verarbeitete. Das vorliegende Werk von 1913 steht sowohl formal als auch biografisch in keinem Zusammenhang mit dieser späteren Werkphase. Es dokumentiert vielmehr das frühe, experimentelle Suchen des jungen Künstlers nach einer eigenständigen, konstruktiv-abstrahierenden Formensprache.


     
     
     
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