1946
Aquarell und Collage auf festem Velin, auf Bütten aufgezogen
35x25 cm
Unten links vom Künstler in Bleistift signiert "Arp"
Vom Künstler 1962 als Geschenk an
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Bern 1962, Kornfeld und Klipstein, Hans Arp, Zeichnungen und Collagen, Papiers déchirés und Reliefs,
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Blatt etwas gewellt, mit Atelierspuren. In sehr guter Erhaltung
Unsere Collage aus zerrissenen, blau und gelb eingefärbten, braunen und schwarzen Papierstücken verkörpert die dadaistischen Forderungen an die neue Kunst auf beste Weise. Dazu gehören beispielsweise das Ins-Zentrum-Rücken von Zufälligkeiten im künstlerischen Schaffensprozess, die Provokation mittels neuer Ausdrucksformen und die Ablehnung reiner Ästhetik und Harmonie. Nach Aussagen von Zeitgenossen Hans Arps schuf der Künstler seine Collagen, indem er Papier in Stücke riss, diese auf den Boden des Ateliers fallen liess und die Fetzen in der Anordnung aufklebte, in der diese zufällig gelandet waren. Die Kontrolle überliess Arp somit dem Zufall der Schwerkraft, anstatt die Blattseiten nach seinem eigenen Entwurf zu gestalten. Hans Arp und seine Künstlerfreunde befreiten die Kreativität vom rationalen Denken und von den etablierten Konventionen. Das relativ geordnete Erscheinungsbild des vorliegenden Werks lässt erahnen, dass der Künstler die Kontrolle über den Schaffensprozess doch nicht vollständig aufgegeben hatte.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
