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  • Online Only, Kunst des 19.-21. Jahrhunderts

    Markus Raetz : Blasen, 1967
    Markus Raetz : Blasen, 1967
    Markus Raetz : 188 Blasen
    Markus Raetz : 188 Blasen
    Markus Raetz : 188 Blasen
    Markus Raetz : 188 Blasen

    Markus Raetz

    1941 Bern 2020

    188   

    Blasen

    Schätzpreis CHF 50'000 *

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    1967

    Tusche und Farbstift auf Papier auf Holzfaserplatte, in Kunstharzfarbe bemalt, Acrylglas, Schrauben, Unterlegscheiben, PVC-Schlauch, Ballonstoff, mit Silberspray besprüht

    104,5x80x4 cm

    Rückseitig vom Künstler signiert und datiert "RAETZ '67"

    Werkverzeichnis

    Franz Müller, Markus Raetz, Das plastische Werk, Catalogue raisonné, Teilband 1, Zürich 2023, Nr. 146

    Provenienz

    Galerie Toni Gerber, Bern

    Privatsammlung Schweiz, dort 1998 erworben von

    Galerie Renée Ziegler, Zürich

    Privatsammlung Schweiz

    Zustand

    Das Papier an manchen Stellen minim fleckig, rund um den Schlaucheingang unten Spuren von Klebstoff, an der äussersten Kante rechts eine kleine Farbabsplitterung, der Ballonstoff vereinzelt mit minimen Kratzern, insgesamt in sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    Die vorliegende Arbeit ist durch den Einsatz verschiedener Materialien vielschichtig: Ein gezeichneter Schlauch nimmt seinen Anfang am westlichsten Punkt der ausgeschnittenen "leeren" Form. Er führt schleifenartig über eine Ebene, überquert gerastertes Terrain und setzt seinen Weg als reales Objekt in einem Bogen nach unten fort. Dort mündet er in eine aus Ballonstoff geformte, reliefartige Form, die, wenn sie mit Luft gefüllt ist, wie eine Blase aussieht. Markus Raetz lotet in diesem Werk die Grenzen zwischen den Polaritäten flächig/illusionär und räumlich/real in einer für ihn typischen Weise aus. Die Arbeiten dieser frühen Periode sind häufig aus Holz und werden mit unterschiedlichen, einfachen Materialien bearbeitet und ergänzt, die formal keine eindeutige Zuordnung zulassen.

    Theo Kneubühler schreibt in der Publikation "Kunst. 28 Schweizer", die 1972 in der Edition Raeber erschien: "Der Gegensatz räumlich/flächig wird bei verschiedenen Werkreihen dieser Periode in unterschiedlichen Modi zum tragenden Prinzip." Zu erwähnen ist eine Zeichnung von 1966, die in der genannten Publikation abgebildet ist und mit unserem Objekt thematisch vergleichbar ist. Raetz' Schaffen ist zudem nie losgelöst vom Zeitgeist und aktuellen Kunstströmungen: Das in Tusche ausgeführte Raster kommt auch in einer Folge von Siebdrucken aus demselben Jahr vor (vgl. Mason S. 50, 52, 53 und 54) und erinnert an Op-Art, die Farbigkeit des Reliefs an Pop-Art.

    Bedeutendes Relief aus der frühen Schaffenszeit.


     
     
     
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