Málaga 1881 - 1973 Mougins
1904/1905, als Auflage publiziert 1913
Radierungen und Kaltnadelarbeiten auf gelblichem Velin Van Gelder Zonen mit Wasserzeichen
2 verschiedene Papierformate: 65,8x50,5 cm und 50,5x33 cm
Die Folge enthält:
1. Le repas frugal. Radierung und Schabeisen. Geiser/Baer 2/II/b/2 (v. c)
2. Tête de femme: Madeleine. Radierung. Geiser/Baer 3/b/2 (v. c)
3. Les pauvres. Radierung. Geiser/Baer 4/II/b/2 (v. c)
4. Buste d'homme. Kaltnadel. Geiser/Baer 5/b/2 (v. c)
5. Les deux saltimbanques. Kaltnadel. Geiser/Baer 6/III/b/2 (v. c)
6. Tête de femme de profil. Kaltnadel. Geiser/Baer 7/II/b/2 (v. c)
7. Les saltimbanques. Kaltnadel. Geiser/Baer 9/II/b/2 (v. c)
8. L'abreuvoir - Chevaux au bain. Kaltnadel. Geiser/Baer 10/b/2 (v. c)
9. Au cirque. Kaltnadel. Geiser/Baer 11/b/2 (v. c)
10. Le saltimbanque au repos. Kaltnadel. Geiser/Baer 12/b/2 (v. c)
11. La famille de saltimbanques au macaque. Kaltnadel. Geiser/Baer 13/b (v. c)
12. Le bain. Kaltnadel. Geiser/Baer 14/b/2 (v. c)
13. La toilette de la mère. Radierung und Schabeisen. Geiser/Baer 15/b/2 (v. c)
14. Salomé. Kaltnadel. Geiser/Baer 17/III/b/2 (v. c)
15. La danse barbare (devant Salomé et Hérode). Kaltnadel. Geiser/Baer 18/b/2 (v. c)
Geiser/Baer 2-7, 9-15, 17 und 18
Bloch 1-15
Una E. Johnson, Ambroise Vollard Éditeur, New York 1977,
Ambroise Vollard, in den 1930er-Jahren erworben von
Privatsammlung Europa, dort erworben von
Privatsammlung Schweiz, versteigert bei
Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 1998, Los 103, dort erworben von
Privatsammlung Schweiz
Alle Blätter in ausgezeichneter Erhaltung und sehr schöner Druckqualität
Die als "La suite des saltimbanques" bekannten Radierungen und Kaltnadelarbeiten entstanden in den Jahren 1904/05 unmittelbar nach dem Umzug des 22-jährigen Künstlers von Spanien nach Frankreich. Die Blätter entstanden an der Schwelle zwischen Picassos blauer (1901-04) und rosa (1904-06) Periode und sind untrennbar mit Gemälden und Zeichnungen aus derselben Zeit verbunden. Sie markieren eine wichtige Phase des persönlichen und künstlerischen Wandels in Picassos Leben und bieten einen aussergewöhnlichen Einblick in die kreativen Gedanken des jungen Künstlers sowie in das soziale Milieu, in dem er sich nach seiner Niederlassung in einem Atelier im Pariser Viertel Montmartre bewegte.
Da die Drucke bei ihrer Entstehung im Jahr 1904 nie als offiziell herausgegebene Serie gedacht waren, fertigten Picasso und der Drucker Eugène Delâtre nur wenige, meist von Picasso signierte Abzüge an. Im September 1911 kaufte der einflussreiche Kunsthändler Ambroise Vollard 15 Platten von Picasso (Geiser/Baer 8 und 16 befinden sich auf den Rückseiten der Platten von Geiser/Baer 7 und 15), liess sie verstählen und druckte 27 oder 29 Exemplare auf Japanpapier sowie 250 Exemplare auf gelblichem Velin Van Gelder Zonen mit Wasserzeichen. Zu dieser Zeit fasste Vollard die 15 unbenannten Drucke gemeinsam unter dem Titel "La suite des saltimbanques" zusammen.
Nach dem Ausdruck der Auflage im Jahr 1913 wurden alle Platten Ende Oktober/Anfang November gestrichen und meist auch mit dem Vermerk auf der Platte "biffé le ... (genaues Datum)" versehen. Von allen gestrichenen Platten existieren zudem auch Belegdrucke.
Die vorliegende Suite ist eine höchst seltene, vollständige Folge, die auch das in den meisten Folgen fehlende Blatt "La famille de saltimbanques au macaque" enthält. Bei der Verstählung der Platten 1913 durch Ambroise Vollard wurde diese Platte verätzt, von Vollard aus der Folge ausgeschieden und das Gros der Auflage zerstört. Es haben sich nur wenige Exemplare erhalten.
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