La Chaux-de-Fonds 1887 - 1965 Roquebrune-Cap-Martin
1962
Gouache auf Japan
42,5x34,5 cm
Unten links vom Künstler monogrammiert und datiert "L-C 62"
Echtheitszertifikat von Heidi Weber, Zürich, datiert vom 8. Januar 2011, liegt in Kopie vor
Echtheitsbestätigung von Naïma Jornod, datiert vom 22. Juni 2026, liegt vor. Das Werk wird in den sich in Vorbereitung befindenden Katalog der Arbeiten auf Papier aufgenommen
Privatsammlung Schweiz
Leicht gebräunt. Oben links mit Knick in der Ecke. Rückseitig mit Montierungsresten
Das vorliegende Werk illustriert den Modulor, das von Le Corbusier zwischen 1943 und 1950 entwickelte Proportionssystem, das auf den Massen eines aufrecht stehenden Menschen mit erhobener Hand basiert. Die Komposition zeigt links zwei Darstellungen des menschlichen Modulors in Silhouettenform und rechts ein schematisches Gitternetz, das die mathematischen Proportionen nach der Fibonacci-Folge veranschaulicht. Eine grüne, harmonische Spirale durchzieht die Figuration auf der linken Seite. Die Gouache arbeitet mit klaren Farbflächen: Das beige Papier bildet den Untergrund, während die schwarzen und grünen Silhouetten sowie die roten Linien des metrischen Systems eine prägnante Klarheit schaffen. Die Überlagerung der rechten Figurationen mit dem schematischen Rahmen intensiviert die räumliche Wirkung.
Die künstlerische Auseinandersetzung mit dem Modulor gehört zu Le Corbusiers fundamentalen Recherchen seit den 1940er-Jahren und durchzieht sein gesamtes Œuvre. In dieser Phase erforschte der Künstler die Möglichkeit, menschliche Proportionen zum Massstab aller Dinge zu machen und damit Architektur, Design und bildende Kunst in ein einheitliches, harmonisches System zu überführen. Das Werk dokumentiert die künstlerische Vermittlung eines rein technischen Konzepts, wobei die wiederholte Figuration des Modulors dessen universale Anwendbarkeit unterstreicht.
| Schweiz | CHF | 150 |
| Europa | CHF | 250 |
| USA | CHF | 320 |
| Übersee | CHF | 325 |
