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  • Online Only, Kunst des 19.-21. Jahrhunderts

    Paul Klee : Landschaft am Anfang, 1935 - Werknummer 1935.82 (N2)
    Paul Klee : Landschaft am Anfang, 1935 - Werknummer 1935.82 (N2)
    Paul Klee : 125 Landschaft am Anfang
    Paul Klee : 125 Landschaft am Anfang
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    Paul Klee : 125 Landschaft am Anfang
    Paul Klee : 125 Landschaft am Anfang
    Paul Klee : 125 Landschaft am Anfang

    Paul Klee

    Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto

    125   

    Landschaft am Anfang

    Zuschlag CHF 600'000
    Angaben ohne Gewähr
    Versandkosten

    1935 - Werknummer 1935.82 (N2)

    Mischtechnik auf Gipsgrundierung, gewachst auf Gaze auf Karton

    33,5x58,5 cm

    Links in der Mitte vom Künstler in Grün signiert und mit Werknummer "Klee / 1935 / N 2", rückseitig auf der Holzleiste "1935 N 2 Landschaft am Anfang Klee"

    Werkverzeichnis

    Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 7, Werke 1934-1938, Bern 2003, Nr. 6844

    Provenienz

    Nachlass des Künstlers

    Slg. Lily Klee, Bern (1940-1946), dort erworben von

    Klee-Gesellschaft, Bern (1946-1952)

    Slg. Felix Klee, Bern (1953-1990), durch Erbschaft an

    Privatsammlung Schweiz

    Literatur

    Felix Klee, Paul Klee, Leben und Werk in Dokumenten, ausgewählt aus den nachgelassenen Aufzeichnungen und den unveröffentlichten Briefen, Zürich 1960, S. 185

    Teiichi Hijikata, Paul Klee, Nagoya 1970, Kat. Nr. 131

    Meinrad Maria Grewenig, Landschaft am Anfang, in: Paul Klee, Wachstum regt sich, Klees Zwiesprache mit der Natur, München 1990, S. 206

    Ulrich Bischoff, Paul Klee, München 1992, S. 97/98

    Wolfgang Kersten/Osamu Okuda, Paul Klee, Im Zeichen der Teilung, Die Geschichte zerschnittener Kunst Paul Klees 1883–1940, Mit vollständiger Dokumentation, Stuttgart 1995, S. 207

    Anita Eckstaedt, Paul Klees gemaltes Selbst. Ohne Titel, 1889, später von Felix Klee betitelt als Blume mit vier Blättern, in: Psyche, Zeitschrift für Psychoanalyse und ihre Anwendung, Stuttgart 2004, S. 1150, Abb. 9

    Michael Baumgartner, Paul Klee, acht Werkphasen, 1925-1931 am Bauhaus in Dessau, in: Zentrum Paul Klee, Bern, Zürich 2006, S. 76/93

    Bernhard Marx, Balancieren im Zwischen, Zwischenreiche bei Paul Klee, Würzburg 2007, S. 125

    Anita Eckstaedt, Paul Klee und Bruno Goller, Psychoanalytische Werkbetrachtungen, Würzburg 2008, S. 69

    Pierre de Bonneville, Vous ne connaissez pas Paul Klee, Paris 2014, S. 46/52

    Pietro Bellasi, Paul Klee, un mondo intermedio, Paul Klee, un monde intermédiaire, in: Eiapopeia, L'infanzia nell'opera di Paul Klee, Mailand 2011, S. 45

    John Sallis, Senses of Landscape, Evanston 2015, S. 110/112

    Pietro Bellasi, Villeggiature in mondi intermedi, Animismo del segno e genesi dell'opera in Paul Klee, in: Paul Klee, Mondi animati, Nuoro 2015, S. 13

    Anita Eckstaedt, Der Ursprung des Schöpferischen bei Paul Klee, Mimi, eine unendliche Analyse, Giessen 2015, S. 82

    Marcella Lista, Points gris, Paul Klee dans les introspections de la philosophie, in: Paul Klee, L'ironie à l'œuvre, Paris 2016, S. 276

    Hajo Düchting, Paul Klee, Köln/Paris 2016, S. 239

    Ausstellungen

    Bern 1940, Kunsthalle, Gedächtnisausstellung Paul Klee, Kat. Nr. 45

    Schaffhausen 1943, Museum Allerheiligen, Abstrakte und surrealistische Kunst in der Schweiz, Klee, Wiemken, Bill, Bodmer, Brignoni, Erni, Fischli, Kat. Nr. 14

    Bern 1956, Berner Kunstmuseum, Paul Klee, Kat. Nr. 664, rückseitig mit Etikett

    Hamburg 1956, Kunstverein/Kunsthalle, Paul Klee, Kat. Nr. 322

    Montreux 1957, Galerie de l'ancien Montreux, Exposition Paul Klee, Kat. Nr. 31

    Marseille 1967, Musée Cantini, Paul Klee, Kat. Nr. 70

    Genf 1968, Galerie Motte, Paul Klee, Huiles, aquarelles, dessins, Kat. Nr. 28

    Heidelberg 1969, Kunstverein, Paul Klee, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen und Handpuppen aus der Sammlung Felix Klee in Bern, Kat. Nr. 18

    Kamakura/Nagoya/Kurume/Osaka/Takamatsu/Nagasaki 1969, The Museum of Modern Art/Aichi Prefectural Art Gallery/Ishibashi Museum of Art/Municipal Museum of Art/Kagawa Cultural Center/Prefectural Museum of Art, Paul Klee (1879-1940), Kat. Nr. 31

    Rom 1970, Galleria Nazionale d'Arte Moderna, Paul Klee (1879-1940), Kat. Nr. 144

    Buenos Aires/Montevideo 1970, Museo Nacional de Bellas Artes/Museo Nacional de Artes Plásticas, Paul Klee, Kat. Nr. 7

    Edinburgh/Bristol/London 1974, Scottish National Gallery of Modern Art/City Art Gallery/Hayward Gallery, Paul Klee, The Last Years, An Exhibition from the Collection of His Son, Kat. Nr. 17

    Stuttgart 1975, Württembergischer Kunstverein, Paul Klee, Die Ordnung der Dinge, Kat. Nr. 43

    Braunschweig/Goslar 1975/1976, Kunstverein/Junior Galerie, Paul Klee, Bilder, Aquarelle, Zeichnungen, Sammlung Felix Klee, Kat. Nr. 14

    Saint-Paul-de-Vence 1977, Fondation Maeght, Paul Klee, Kat. Nr. 127

    Rom 1979, Casino dell'Aurora, Palazzo Pallavicini-Rospigliosi, Paul Klee, Oli (1924-1940), acquarelli (1910-1940), disegni (1927-1940), Kat. Nr. 64

    Hannover 1980, Kestner-Gesellschaft, Paul Klee, Sammlung Felix Klee, Kat. Nr. 22

    Ludwigshafen am Rhein 1981, Wilhelm-Hack-Museum, Paul Klee (1879-1940), Innere Wege, Kat. Nr. 35

    Frankfurt-Hoechst/München 1983, Jahrhunderthalle/Museum Villa Stuck, Paul Klee, Gemälde, Aquarelle, Zeichnungen, Druckgraphik, Kat. Nr. 19

    Nîmes 1984, Musée des Beaux-Arts, Paul Klee, Œuvres de 1933 à 1940, Kat. Nr. 5

    Dresden 1984, Staatliche Kunstsammlungen/Kupferstich-Kabinett, Albertinum, Paul Klee, Gemälde, farbige Blätter, Zeichnungen, Graphik aus dem Kunstmuseum Bern, Paul Klee-Stiftung und Berner Privatbesitz, Kat. Nr. 232

    Kyoto 1986, The Kahitsukan, Kyoto Museum of Contemporary Art, Paul Klee, Kat. Nr. 17

    Kiel 1987, Kunsthalle, Im Gleichgewicht, Paul Klee und die Moderne, Nestler, Ruthenbeck, Visch, Kat. Nr. 4

    Saint-Etienne 1988, Musée d'Art Moderne, Paul Klee 1879-1940, Kat. Nr. 108

    Saarbrücken/Karlsruhe 1990, Saarland Museum/Prinz-Max-Palais, Paul Klee, Wachstum regt sich, Klees Zwiesprache mit der Natur, Kat. Nr. 151

    Malmö 1991, Konsthall, Paul Klee, S. 188

    Kanazawa/Tokyo/Kochi/Kyoto/Kasama/Hamamatsu/Osaka 1995/1996, Ishikawa Prefectural Museum of Art/Daimaru Museum/The Museum of Art/Daimaru Museum/Nichido Museum of Art/Municipal Museum of Art/Daimaru Museum, Klee aus der Sammlung der Familie, Die Zeit der Reife, Kat. Nr. 59

    Mannheim 1996, Städtische Kunsthalle, Paul Klee, Die Zeit der Reife, Werke aus der Sammlung der Familie Klee, S. 89

    Lugano 1997, Museo Cantonale d'Arte, Tra luce impressionista e materia informale, da Pissarro a Dubuffet, ohne Kat.

    Bedburg-Hau/Heidelberg 2000/2002, Museum Schloss Moyland/Kurpfälzisches Museum der Stadt Heidelberg, Paul Klee trifft Joseph Beuys, Ein Fetzen Gemeinschaft, Kat. Nr. 121

    Balingen 2001, Stadthalle, Paul Klee, Jahre der Meisterschaft 1917-1933, Kat. Nr. 76

    Bern 2006, Zentrum Paul Klee, Paul Klee, Melodie und Rhythmus, S. 14

    Bern 2014, Zentrum Paul Klee, Paul Klee, Raum Natur Architektur, ohne Kat.

    Bern 2016, Zentrum Paul Klee, Paul Klee, Bewegte Bilder [Teil 2], ohne Kat.

    Bern 2017, Zentrum Paul Klee, Sollte alles denn gewusst sein? Paul Klee, Dichter und Denker, Teil 2, ohne Kat.

    Bern 2018, Zentrum Paul Klee, Kosmos Klee, ohne Kat.

    Zustand

    In sehr schöner Farbigkeit, der Karton auf den alten Holzleisten montiert. Minimste Abreibungen, in hervorragender Erhaltung

    Erläuterungen

    Mit "Landschaft am Anfang" schuf Paul Klee eines seiner charakteristischen Werke der frühen Berner Zeit. Nach der erzwungenen Emigration aus Deutschland Ende 1933 und den Monaten des persönlichen und beruflichen Umbruchs begann sich sein Schaffen allmählich zu erneuern. Zwar blieb die Erfahrung von Ausgrenzung und Exil bestimmend, doch öffnete sich seine Bildwelt wieder einer grösseren formalen Freiheit und einer zunehmend differenzierten Farbigkeit. Das Jahr 1935 markiert dabei einen entscheidenden Wendepunkt innerhalb des Spätwerks.

    Der Titel verweist auf einen Zustand des Werdens. Klee interessiert nicht die Darstellung einer konkreten Landschaft, sondern ihr Entstehen. Wie häufig in seinem Werk beschreibt der Titel keinen Ort, sondern einen Prozess. Landschaft erscheint als etwas, das sich erst formiert und aus elementaren bildnerischen Kräften entwickelt. Linien, Farbflächen und Zeichen treten in ein lebendiges Verhältnis zueinander und lassen den Eindruck eines organischen Wachstums entstehen. Damit knüpft Klee an jene Vorstellung an, die sein gesamtes künstlerisches Denken prägte: Kunst bildet die Natur nicht nach, sondern macht ihre schöpferischen Gesetzmässigkeiten sichtbar. Im vorliegenden Gemälde ist ein Baum neben einer Sonne zu erkennen, Schattenwürfe auf eine Blumenwiese strukturieren die Komposition. Aus wenigen, präzise gesetzten Formen entfaltet sich ein vielschichtiger Bildraum, dessen räumliche und landschaftliche Anmutung erst im Auge der Betrachtenden Gestalt annimmt. Gegenständliche Anspielungen bleiben bewusst vage und gehen fliessend in ein System aus Zeichen und Farbklängen über. Gerade diese Balance zwischen Abstraktion und Naturerinnerung gehört zu den besonderen Qualitäten der Berner Werke.

    1935 war zugleich ein Jahr neuer Anerkennung. Die Retrospektive in der Kunsthalle Bern und ihre anschliessende Station in Basel bestätigten Klees Rang innerhalb der europäischen Moderne, während seine künstlerische Entwicklung bereits eine neue Richtung einschlug. "Landschaft am Anfang" steht exemplarisch für diesen Aufbruch. Das Gemälde verbindet die formale Disziplin der Bauhausjahre mit jener poetischen und existenziellen Verdichtung, die das späte Werk Paul Klees auszeichnen wird.


     
     
     
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