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    Paul Klee : Gebirgsbewegung (3= und 4=takt), 1928 - Werknummer 1928.188 (J 8)
    Paul Klee : Gebirgsbewegung (3= und 4=takt), 1928 - Werknummer 1928.188 (J 8)
    Paul Klee : 121 Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)
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    Paul Klee : 121 Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)
    Paul Klee : 121 Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)

    Paul Klee

    Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto

    121   

    Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)

    Schätzpreis CHF 150'000 *

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    1928 - Werknummer 1928.188 (J 8)

    Aquarell auf Ingres auf Karton

    35,5x47,5 cm, inkl. Abschlussstrich; 41x54,1 cm, Unterlage

    Oben links vom Künstler in Feder in Tusche signiert "Klee", unter dem Abschlussstrich mit der Werknummer und dem Titel "1928 J.8. Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)"

    Werkverzeichnis

    Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Band 5, Werke 1927-1930, Bern 2001, Nr. 4730

    Provenienz

    Ab 1929 in Kommission bei Alfred Flechtheim, Berlin, Alex Vömel, Düsseldorf, The Mayor Gallery, London, Galerie Simon (Daniel-Henry Kahnweiler), Paris, Nierendorf Gallery, New York, Galka Scheyer, Hollywood

    Nachlass des Künstlers

    Slg. Lily Klee, Bern (1940-1946)

    Nierendorf Gallery, New York, dort vermutlich 1944 erworben von

    Privatsammlung USA (bis 1977)

    James Goodman Gallery, New York, dort 1977 erworben von

    Paul Kantor Gallery, Beverly Hills

    Privatsammlung Los Angeles

    Auktion Sotheby's, London, 7. Dezember 1977, Los 123, dort erworben von

    Herbert Palmer Gallery, Los Angeles, dort vermutlich erworben von

    Slg. J. Bruce Jacobs, Santa Monica

    Acquavella Galleries, New York, dort 1988 erworben von

    Michael & Judy Steinhardt, New York, versteigert bei

    Auktion Christie's, New York, 9. November 2000, Los 430, dort erworben von

    Internationaler Privatsammlung

    Auktion Sotheby's, London, 13.-19. April 2023, Los 26, dort erworben von

    Privatsammlung USA

    Ausstellungen

    Berlin 1929, Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee, Kat. Nr. 109

    Düsseldorf 1930, Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee. Aquarelle, Zeichnungen u. Graphik aus 25 Jahren, Kat. Nr. 125

    Saarbrücken 1930, Staatliches Museum, Paul Klee. Aquarelle aus 25 Jahren, 1905 bis 1930, Kat. Nr. 60

    Düsseldorf 1931, Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen in Verbindung mit der Galerie Alfred Flechtheim, Paul Klee, Kat. Nr. 195

    Colorado Springs 1938, Colorado Springs Fine Arts Center at Colorado College, Abstractions by Paul Klee, ohne Katalog

    San Francisco 1939, San Francisco Museum of Art, Paul Klee, ohne Katalog

    New York 1942, Nierendorf Gallery, Fifth Selection of Works by Paul Klee, Kat. Nr. 8

    Zustand

    Das Papier minim gebräunt, mit leichtem Lichtrand. Rückseitig verschiedene Etiketten und Spuren alter Montierungen. In sehr schöner Farbigkeit und Erhaltung

    Erläuterungen

    Mit "Gebirgsbewegung (3= und 4=takt)" verbindet Paul Klee zwei Themenkreise, die sein Schaffen sein Leben lang prägten: die Landschaft als Ausdruck innerer Wachstumsprozesse und die Musik als Ordnungsprinzip des Bildes. Entstanden auf dem Höhepunkt seiner Bauhauszeit in Dessau, gehört das Werk in jene Phase, in der Klee seine theoretischen Überlegungen zu Rhythmus, Bewegung und bildnerischer Konstruktion in einer Vielzahl von Gemälden und Aquarellen erprobte. Landschaft wird dabei nicht als statische Naturerscheinung verstanden, sondern als ein von Kräften und Spannungen bestimmter Organismus.

    Bereits der ungewöhnliche Titel verweist auf die enge Verbindung von Sehen und Hören. Die Angabe "3= und 4=takt" entstammt der musikalischen Terminologie und bezeichnet unterschiedliche Taktarten, deren rhythmische Ordnung Klee auf das Bild überträgt. Als ausgebildeter Geiger und leidenschaftlicher Musikkenner verstand er musikalische Strukturen nicht als blosses Vorbild, sondern als grundlegendes Modell bildnerischer Gestaltung. Wie Stimmen in einer Komposition stehen Linien, Farbflächen und Zeichen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander und entfalten ihren Sinn erst im Zusammenklang des Ganzen.

    Das Gebirge erscheint entsprechend nicht als topografisch fassbare Landschaft, sondern als rhythmisch gegliedertes Gefüge. Die Berge scheinen sich gleichsam im Takt zu heben und zu senken; geologische Struktur und musikalischer Rhythmus verschmelzen zu einer bildnerischen Einheit. Die für Klee charakteristische Verbindung von konstruktiver Ordnung und poetischer Imagination erreicht hier eine besondere Prägnanz.


     
     
     
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