Torschok 1864 - 1941 Wiesbaden
Dezember 1935
Öl auf Leinwandpapier, auf Karton aufgezogen, auf Hartfaserplatte montiert
25,5x18,5 cm
Unten links vom Künstler monogrammiert "A.J.", rechts datiert "35". Rückseitig von Lisa Kümmel bezeichnet "A. Jawlensky XII 1935 N. 1", darunter bezeichnet "Rosen mit gelber Vase"
Maria Jawlensky/Lucia Pieroni-Jawlensky/Angelica Jawlensky, Alexej von Jawlensky, Catalogue Raisonné of the Oil Paintings, Band 3, 1934-1937, München 1993,
Nachlass des Künstlers
Privatsammlung Schweiz
Clemens Weiler, Alexej Jawlensky, Köln 1959,
München 1956, Galerie Otto Stangl, Alexej von Jawlensky, Ausstellung zum 100. Geburtstag
Die Schichten sind verklebt. Tadellos in der Erhaltung
Das vorliegende Werk zeigt Rosen in einer gelben Vase vor dunkelbraunem Grund. Jawlensky hat die Blüten in intensivem Rot mit kräftigen Pinselstrichen herausgearbeitet. Die grünen Stiele strukturieren die Komposition vertikal, während links eine weisse Figur und rechts eine blaue Karaffe das Stillleben komplettieren. Die Ölmalerei auf Leinwandpapier ist energisch aufgetragen, die einzelnen Farbschichten sind deutlich sichtbar. Die dunkle Grundierung lässt die leuchtenden Farben der Blüten intensiv wirken. Jawlensky arbeitet mit breiten, expressiven Strichen, wobei die Formensprache vereinfacht ist und die Farbe dominiert.
Diese Arbeit entstand 1935, in einer Phase, in der sich Jawlensky intensiv dem Stillleben und den Meditationsbildern widmete. Der Künstler, der sich seit den 1910er-Jahren dem Expressionismus verpflichtet hatte, entwickelte in seinen späteren Stillleben eine eigenständige Bildsprache. Stilistisch verbindet Jawlensky expressionistische Farben mit einer kontemplativen Haltung gegenüber dem einfachen Motiv.
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