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    Adolf Dietrich : Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen, 1949
    Adolf Dietrich : Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen, 1949
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen
    Adolf Dietrich : 87 Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen

    Adolf Dietrich

    1877 Berlingen 1957

    87   

    Zwei Eichhörnchen mit zwei Rehen

    Zuschlag CHF 85'000
    Angaben ohne Gewähr
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    1949

    Öl auf Spanplatte

    64,2x54,7 cm

    Unten links vom Künstler signiert und datiert "Ad. Dietrich 1949"

    Werkverzeichnis

    Heinrich Ammann/Christoph Vögele, Adolf Dietrich, Œuvrekatalog der Ölbilder und Aquarelle, Zürich 1994, Nr. 49.14

    Provenienz

    Slg. Eugen Hepp, Konstanz, durch Erbschaft an

    Slg. Rosemarie Dahmen-Hepp, Konstanz, dort erworben von

    Privatsammlung Frauenfeld

    Privatsammlung Deutschland, durch Erbschaft an

    Privatsammlung Schweiz

    Ausstellungen

    Luzern 1950, Kunstmuseum, Adolf Dietrich, Berlingen, Kat. Nr. 148

    Konstanz 1953, Wessenberghaus, Von der Romantik zur Gegenwart

    Zustand

    Stellenweise minime braune Flecken. In tadelloser Erhaltung

    Erläuterungen

    Im Schaffen von Adolf Dietrich spielen Tiere eine zentrale Rolle. Sie dienten ihm immer wieder als Modelle für seine Gemälde. Im Mittelpunkt der vorliegenden Komposition stehen zwei Eichhörnchen, die auf einem Ast verweilen und den Blick des Betrachters unmittelbar auf sich ziehen. Im Hintergrund öffnet sich der Blick auf den Bodensee. Am diesseitigen Seeufer ist Berlingen mit seiner markanten Dorfkirche zu sehen.

    Bemerkenswert ist Dietrichs Arbeitsweise bei der Darstellung von Tieren. Anders als bei seinen Landschaftsbildern der 1930er- und 1940er-Jahre verfügte er hierfür nur selten über fotografische Vorlagen. Zudem waren viele seiner Fotografien unscharf oder nicht korrekt belichtet, sodass sie ihm nur bedingt als Grundlage dienen konnten. Um die Tiere möglichst naturgetreu wiederzugeben, arbeitete Dietrich deshalb häufig mit toten Modellen, die er teilweise präparieren liess. Diese konnte er eingehend studieren und wiederholt für seine Arbeiten verwenden. Ergänzend griff er auch auf Abbildungen aus Publikationen zurück. Diese Vorgehensweise erlaubte ihm eine weitaus präzisere Beobachtung, als es die damalige Fotografie vermochte. Besonders die feinen Fellstrukturen und das Gefieder der Vögel sowie die subtilen Farbnuancen konnten anhand der Präparate genau untersucht und überzeugend umgesetzt werden.

    In der eindrucksvollen sommerlichen Bodenseelandschaft manifestiert sich Dietrichs Begeisterung für die heimische Tierwelt: Ein dunkelbraunes und ein rotes Eichhörnchen mit ihren charakteristischen weissen Bäuchen, eine Blaumeise, ein Bläuling und vier Rehe sind hier in einer harmonischen und für Dietrich typischen Bildkomposition dargestellt.


     
     
     
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