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  • Käthe Kollwitz - Meisterwerke aus der Sammlung Fritsch

    Marc Chagall : Le Monstre de Notre-Dame, 1953
    Marc Chagall : Le Monstre de Notre-Dame, 1953
    Marc Chagall : 72 Le Monstre de Notre-Dame
    Marc Chagall : 72 Le Monstre de Notre-Dame
    Marc Chagall : 72 Le Monstre de Notre-Dame
    Marc Chagall : 72 Le Monstre de Notre-Dame

    Marc Chagall

    Witebsk 1887 - 1985 Saint-Paul-de-Vence

    72   

    Le Monstre de Notre-Dame

    Zuschlag CHF 1'800'000
    Angaben ohne Gewähr
    Versandkosten

    1953

    Öl, Tempera, Sand und Sägemehl auf Leinwand

    106,4x83,7 cm

    Unten links vom Künstler signiert und datiert "Marc Chagall 953"

    Werkverzeichnis

    Echtheitsbestätigung (Nr. 2026082) des Comité Marc Chagall, Paris, datiert vom 27. April 2026, liegt vor

    Provenienz

    Nachlass Marc Chagall, von dort an

    Internationale Privatsammlung

    Literatur

    Franz Meyer, Marc Chagall, Paris 1964, S. 891

    Itzhak Goldberg, Chagall, Paris 2019, S. 289, 268

    Ausstellungen

    Paris 1954, Galerie Maeght, Marc Chagall, Kat. Nr. 3

    Basel 1956, Kunsthalle, Marc Chagall, Werke aus den letzten 25 Jahren, Kat. Nr. 67

    Bern 1956, Kunsthalle, Marc Chagall, 1950-1956, Kat. Nr. 27

    Saragossa 1998, Centro de exposiciones y congresos, Marc Chagall, Pinturas alrededor de la serie de París, gouaches y aguadas, esculturas y litografías, Kat. Nr. 57

    Johannesburg 2000, Standard Bank Gallery, Marc Chagall, The Light of Origins, La lumière des origines, Kat. Nr. 43

    Nizza 2001, Musée national Message Biblique Marc Chagall, Marc Chagall, Paysages, ohne Kat.

    Paris 2003, Grand Palais/Museum of Modern Art, Chagall, connu et inconnu, Kat. Nr. 140

    San Francisco 2003, Museum of Modern Art, Chagall, Kat. 105

    Turin 2004, Marc Chagall, Galleria d'Arte Moderna, Marc Chagall, Un maestro del '900, Kat. Nr. 100

    Seoul/Busan 2004, Museum of Art/Metropolitan Art Museum, Chagall, Magician of Color, S. 93

    Ishøj 2006, Arken Museum of Modern Art, Chagall's World of Love, ohne Kat.

    Baden-Baden 2006, Museum Frieder Burda, Chagall in neuem Licht, Kat. Nr. 175

    Rom 2007, Complesso del Vittoriano, Chagall delle meraviglie, S. 233

    Martigny 2007, Fondation Pierre Gianadda, Chagall, Entre ciel et terre, Kat. Nr. 157

    Zagreb 2007/2008, Galerija Klovićevi dvori, Marc Chagall, Priča nad pričama, ohne Kat.

    Nizza/Rom/Verona/San Sebastian 2010/2011, Musée national Marc Chagall/Museo dell'Ara Pacis/Galleria d'arte moderna Palazzo Forti/Sala Kubo-Kutxa, Sens dessus dessous, le monde renversé de Marc Chagall, Kat. Nr. 53

    Madrid 2012, Thyssen-Bornemisza Museo Nacional, Chagall, Kat. Nr. 77

    Paris/Budapest 2013/2014 Musée du Luxembourg/Magyar Nemzeti Galeria, Chagall, Entre guerre et paix, Kat. Nr. 84

    Rouen 2014, Musée des Beaux-Arts, Cathédrales, 1789-1914, un mythe moderne, Kat. Nr. 101

    Mailand/Brüssel 2015, Palazzo Reale/Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Marc Chagall, Rétrospective 1908-1985, S. 227

    Rovigo 2020, Palazzo Roverella, Anche la mia Russia mi amerà, Kat. Nr. 80

    Zustand

    Auf einem neuen Chassis mit umseitigen Leinwandverstärkungen aufgezogen. In ausgezeichneter Erhaltung

    Erläuterungen

    Nach den Erfahrungen von Exil und Krieg hatte sich Marc Chagall wieder in Frankreich niedergelassen und widmete sich in seiner "Série de Paris" verstärkt Motiven, die seine persönliche Beziehung zu Paris und vor allem seine Vision von der Stadt widerspiegeln. Die Stadt erscheint dabei nicht als realistische Ansicht, sondern als konzentriertes Sinnbild der Erinnerung.

    Der Titel des Gemäldes bezieht sich auf die berühmten Wasserspeier in Form von Chimären der Kathedrale Notre-Dame. Chagall kreiert aus einer dieser Figuren ein fantastisches Mischwesen, das zwischen Mensch und Tier oszilliert und über die Dächer von Paris blickt. Es trägt auch die Züge vom "mystischem" Tier, das sich als Metapher für die Kreativität in zahlreichen seiner Werke findet. Die nächtliche Stadtlandschaft ist in leuchtenden Blautönen gehalten und vermittelt eine geheimnisvolle Atmosphäre. Neben dem Monster erscheinen weitere für Chagall typische Motive: ein Hahn und ein schwebendes Liebespaar. Der Hahn, ein häufiges Motiv bei Chagall, kann als Symbol für Erneuerung, Lebensfreude und schöpferische Energie verstanden werden. Die schwebenden Liebenden gehören zu den zentralen Bildthemen des Künstlers und verweisen auf die Kraft der Liebe, die auf der Suche nach einer Bleibe Raum und Zeit überwindet.

    Stilistisch zeigt das Werk die charakteristischen Merkmale von Chagalls reifer Malerei. Die Perspektive ist aufgehoben, Realität und Traum verschmelzen miteinander. Die intensive Farbigkeit dient nicht der naturgetreuen Wiedergabe, sondern dem Ausdruck von Stimmung und Gefühl. Besonders das dominante Blau erzeugt eine Atmosphäre zwischen Nacht, Erinnerung und Vision, die Farbe wird zum Thema der Komposition.

    "Le Monstre de Notre-Dame" ist damit weit mehr als eine Stadtansicht. Das Gemälde verwandelt Paris in einen imaginären Kosmos, in dem persönliche Erinnerungen und kulturelle Symbole zusammenfinden. Es veranschaulicht Chagalls Überzeugung, dass die Kunst nicht die sichtbare Wirklichkeit abbilden sollte, sondern eine innere Wahrheit sichtbar machen sollte. Dadurch zählt das Werk zu den eindrucksvollsten Beispielen seiner Bildwelt.


     
     
     
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