Halmstad 1911 - 1981 Stockholm
1955
Öl auf Leinwand
92x180 cm
Rückseitig vom Künstler in schwarzer Ölfarbe signiert und datiert "Bærtling 1955". Auf dem Chassis betitelt und nochmals datiert "BIRGI 1955"
Das Werk ist der Bærtling Foundation bekannt und wird in das geplante Werkverzeichnis des gesamten Œuvres aufgenommen. Die Bestätigung per E-Mail von Marc Aderheim, datiert vom 15. Juli 2026, liegt vor
Galleria Lorenzelli, Mailand
Galerie Bel'Art, Stockholm, dort 1986 erworben von
Privatsammlung Schweiz
Auf dem originalen Chassis, in der alten Nagelung. In farbfrischer, ausgezeichneter Erhaltung
Olle Bærtling nimmt eine bedeutende Stellung in der nonfigurativen Kunst des 20. Jahrhunderts ein. Im Jahr 1949 entschied sich der Künstler, fortan ausnahmslos geometrisch zu arbeiten und seine Farbpalette deutlich zu reduzieren. In dieser Zeit fand er zu seiner eigenen, unverwechselbaren Handschrift. Während frühere Werke noch von einer grossen Formenvielfalt geprägt sind, konzentrieren sich die Gemälde der 1950er-Jahre jeweils auf eine einzige geometrische Form, namentlich auf das Dreieck.
Die gewählte Form unterliegt einem strengen Bildkonzept, bei dem schwarze Linien und Zwischenräume die farbigen Flächen klar voneinander abtrennen und bei dem kein eindeutiges Bildzentrum existiert. Die durch den Einsatz der schwarzen Farbe entstehenden Kontraste erzeugen im Bild bewusste farbliche Dissonanzen. Doch die schwarzen Umrandungen laufen nie ineinander und kreuzen sich nicht; sie verlaufen gerade bis an den Bildrand und trennen so die dreifarbigen Dreiecke sauber voneinander ab. Der Titel "BIRGI" verweist auf den weiblichen Vornamen Birgit; dabei dürfte es sich um eine Freundin des Künstlers gehandelt haben.
Exemplarische Position für die nonfigurative Kunst und die geometrische Abstraktion.
Wir danken Marc Aderheim für die freundliche Auskunft.
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