1831 Ins 1910
Wohl 1885-1890
Öl auf Leinwand
43,5x35 cm
Unten links vom Künstler signiert "Anker"
Sandor Kuthy/Therese Bhattacharya-Stettler, Albert Anker, Werkkatalog der Gemälde und Ölstudien, Basel 1995,
Echtheitsbestätigung von Marie Quinche-Anker, der Tochter Albert Ankers, datiert vom 5. Mai 1941, liegt vor
Galerie Vallotton, Lausanne, Inv.
Privatsammlung Binningen, durch Erbschaften an
Privatsammlung Schweiz
Auf dem originalen Chassis, in der alten Nagelung. Am Bildrand mit wenigen retuschierten Stellen der durch den Rahmen verursachten, minimen Abreibungen. In tadelloser Erhaltung
Albert Anker gilt als der unbestrittene Meister der Darstellung des ländlichen Kinder- und Jugendlebens im 19. Jahrhundert. Seine zahlreichen Mädchenporträts nehmen eine Sonderstellung in seinem Gesamtwerk ein und zählen heute zu den wertvollsten, beliebtesten und gefragtesten Ikonen der Schweizer Kunstgeschichte. Im Gegensatz zu vielen seiner zeitgenössischen Malerkollegen verzichtete Anker in seinen Porträts konsequent auf sentimentale Verklärung oder süsslichen Kitsch. Seine Modelle - oft Kinder aus seinem Heimatdorf Ins im Berner Seeland oder seine eigenen Töchter - begegnen den Betrachtenden mit einer tiefen, fast erwachsenen Würde. Anker malte die Mädchen nicht als dekorative Objekte, sondern als eigenständige Persönlichkeiten in ihren alltäglichen Kleidern. Ein Beispiel hierfür ist das vorliegende Werk, auf dem das Mädchen ein blaues Haarband trägt.
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