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    Cuno Amiet : Äpfel in der Wiese, 1898
    Cuno Amiet : Äpfel in der Wiese, 1898
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese
    Cuno Amiet : 52 Äpfel in der Wiese

    Cuno Amiet

    Solothurn 1868 - 1961 Oschwand

    52   

    Äpfel in der Wiese

    Zuschlag CHF 60'000
    Angaben ohne Gewähr
    Versandkosten

    1898

    Öl und Tempera auf Leinwand

    31x64 cm

    Unten rechts vom Künstler monogrammiert und datiert "CA / 98"

    Werkverzeichnis

    Franz Müller/Viola Radlach, Cuno Amiet, Die Gemälde 1883-1919, Teilband 1, Zürich 2014, Nr. 1898.12

    Provenienz

    Slg. George Mauner

    Privatsammlung Schweiz

    Literatur

    George Mauner, Cuno Amiet, Zürich 1984, S. 87

    George Mauner, Cuno Amiet, Die "Obsternten" von 1912, Zürich 2002, Nr. B23

    Ausstellungen

    Bern 1999/2000, Kunstmuseum, Cuno Amiet, Von Pont-Aven zur "Brücke", Kat. Nr. 45

    Genf 2000/2001, Musée Rath, Cuno Amiet, De Pont-Aven à "Die Brücke", Kat. Nr. 34, dort betitelt "Pommes dans un pré"

    Zustand

    Auf dem originalen Chassis, in der alten Nagelung. Die Bildoberfläche minim berieben, die Leinwand etwas fleckig, vor allem rückseitig sichtbar. In sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    Cuno Amiet gelang es, dem auf den ersten Blick unscheinbaren Motiv im Gras liegender Äpfel eine bemerkenswerte koloristische Intensität zu verleihen. Die konsequente Beschränkung der Farbpalette auf den Dreiklang von Grün, Gelb und Rot verleiht dem Bild eine eindrucksvolle Präsenz und innere Geschlossenheit. Die Apfel- beziehungsweise Obsternte gehörte zu den prägenden Erfahrungen des ländlichen Lebens, die Amiet aus eigener Anschauung bestens kannte, da er im Schweizer Mittelland aufgewachsen war. Zugleich begegnete er dem Thema während seines Aufenthalts in Pont-Aven, wo die Apfelernte in den Jahren 1892 und 1893 zu den beliebten Bildmotiven der Künstlerkolonie zählte. Von besonderer Bedeutung waren dabei die Werke Émile Bernards, der sich dem Sujet in unterschiedlichen Medien widmete. So zeigte eine 1888 von Bernard und Paul Gauguin mit polychromen Holzreliefs verzierte Kommode im Haus des Malers Henri Ernest Ponthier de Chamaillard eine von Bernard gestaltete Darstellung der Apfelernte. Hinzu kam die grossformatige, dreiteilige Tapisserie mit apfelpflückenden Frauen im Bois d'Amour bei Pont-Aven, die Bernard 1892/93 schuf. Solche Werke dürften Amiets Wahrnehmung dieses Motivkreises geprägt und seine eigene künstlerische Auseinandersetzung mit dem Thema entscheidend angeregt haben. Darstellungen von Obsternten waren für Amiet zeitlebens ein zentrales Bildthema. Er interpretierte diesen Motivkreis immer wieder neu in Zeichnungen, Aquarellen, Lithografien, Wandbildern und Gemälden. Innerhalb dieser Bildwelt nahm der Apfel eine bevorzugte Stellung ein. Über seine Funktion als Naturmotiv hinaus gewann er eine vielschichtige symbolische Bedeutung. Er verweist auf das biblische Paradies, auf die Harmonie zwischen Mensch und Natur sowie auf Fruchtbarkeit und Fülle. Darüber hinaus lässt er sich als Sinnbild einer gefestigten künstlerischen Selbstfindung, des Glücks und der Erfüllung schöpferischen Schaffens verstehen.

    Das vorliegende Apfelbild besticht durch seinen feinen, transparenten Farbauftrag und seine überzeugende optische Wirkung. Zugleich stellt es ein frühes und bedeutendes Zeugnis eines Motivs dar, das sich im Werk Amiets zu einem seiner zentralen Themen entwickeln sollte.


     
     
     
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