1984
Eisen, Plastik, Holzsockel, Elektromotor 220 V
135x65x54 cm
Christina Bischofberger, Jean Tinguely, Werkkatalog, Band 2, Skulpturen und Reliefs 1969-1985, Küsnacht/Zürich 1990,
Galerie Kornfeld, Bern, anlässlich der unten erwähnten Ausstellung 1984 erworben von
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern
Düsseldorf 1984, Galerie Schmela, Jean Tinguely,
Bern 1984, Galerie Kornfeld, Jean Tinguely Inferno,
Ingelheim 2005, Altes Rathaus, Tinguely in Ingelheim, Das ABC einer wundersamen Welt
Mit den üblichen Gebrauchsspuren, funktionstüchtig. In guter Erhaltung
Als einer der Hauptvertreter der kinetischen Kunst wurde Tinguely vor allem durch seine beweglichen, maschinenähnlichen Skulpturen bekannt. Neben grossen, kraftvollen Plastiken schuf Tinguely seit den 1960er-Jahren immer wieder auch kleine, spielerische mobile Skulpturen für private Bereiche. Der Künstler bezeichnete sie als "assemblages de vieilleries ramassées n'importe où" und setzte sie aus Abfällen, Schrott und Fundstücken zusammen.
Die auf einem Holzsockel montierten, geschwungenen Eisenelemente der vorliegenden Skulptur "Bata" stammen vom Balkongeländer des Geschäftshauses Seidenhof in Luzern. Das von 1884 bis 1889 erbaute Gebäude wurde 1972 abgerissen, wonach die schmiedeeisernen Balkone 1980 in Tinguelys Besitz gelangten. Den Titel verdankt das Werk dem grünen Schuhlöffel, der zuoberst auf der Eisenkonstruktion fixiert ist und wohl eine Anspielung auf das Schuhunternehmen Bata darstellt. Durch den Elektromotor in Bewegung versetzt, hinterlässt das Werk mit seiner ruckenden Mechanik einen heiteren und verspielten Eindruck bei den Betrachtenden.
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