1471 Nürnberg 1528
Um 1504
Holzschnitt auf Bütten mit Wasserzeichen "Waage im Kreis" (Meder Wasserzeichen 169)
29,4x21,1 cm, Blattgrösse
Schoch/Mende/Scherbaum 167
Meder 189/I (v. III/g)
Klarer und kräftiger Druck. Knapp ausserhalb der Einfassungslinie beschnitten. In tadelloser Erhaltung
Der Legende nach beabsichtigte Joachim, Gott mit dem Opfer eines Lammes gnädig zu stimmen, damit dieser ihm und seiner Frau Anna gewähre, ein Kind zu gebären. Der Hohepriester aber wies ihn ab. Erst später, im hohen Greisenalter, sollte Anna mit Maria schwanger werden. Dürer illustriert hier gewissermassen die Vorgeschichte des Marienlebens. Der Tempel in Jerusalem ist in seiner Version ein veraltetes gotisches Bauwerk, an dessen Wänden der Putz herabfällt und so auf die Hinfälligkeit des Alten Bundes hinweist. Die Schrifttafel im Scheitel über dem Allerheiligsten verbindet dieses Blatt mit dem Schlussblatt der Folge (siehe Los 3036).
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