Løten 1863 - 1944 Oslo
1902
Folge von 16 Blatt Graphik, auf festem Japan oder beigem Velin, in originaler Leinenmappe
80x61 cm, Mappe; die Blätter in verschiedenen Massen
Alle Blätter vom Künstler in Bleistift signiert. Jedes Blatt, ausser den 3 Lithographien, mit Felsings Signatur.
Enthalten sind:
Die Gartenfront des Hauses, Lithographie, Woll 208
Frau Marie Linde, Kaltnadel, Woll 209
Dr. Max Linde, Kaltnadel, Woll 210
Dr. Max Linde, Kaltnadel, Woll 211
Porträt der vier Knaben, Kaltnadel, Woll 212/IV
MutterglĂĽck, Kaltnadel, Woll 213
Theodor Linde, Kaltnadel, Woll 214
Kinderfrau und Knabe. MutterunglĂĽck, Radierung, Woll 215
Veranda, Radierung, Woll 216
Innenraum mit Skulpturen, Strichätzung und Aquatinta, Woll 217
Innenraum mit einem Kinde. Lothar Linde, Radierung, Woll 218
Das Haus, Radierung, Woll 219
Der Garten, Radierung, Woll 220
Der Garten bei Nacht, Strichätzung, Kaltnadel und Aquatinta, Woll 221
Frau Marie Linde, Lithographie, Woll 222
Dr. Max Linde, Lithographie, Woll 223
Gerd Woll, Edvard Munch, The Complete Graphic Works, Oslo 2012, Nrn. 208-223
Slg. Arnold Budczies, Berlin, rĂĽckseitig mit dem Sammlerstempel, wohl erworben vor 1928
Budczies schreibt am 28. Januar 1936 an den Sammler Hagemann, dass die Mappe schon "längere" Zeit in seinem Eigentum sei
Einzelne Blätter z.T. ausgestellt
Frankfurt am Main 1952, Städelsches Kunstinstitut, Edvard Munch, Graphik,
Bremen 1970, Kunsthalle, Edvard Munch, Druckgraphik, Auswahl aus einer bremischen Privatsammlung,
Die Blätter mit etwas Gebrauchsspuren, teilweise minim stockfleckig und leicht knittrig. In sehr guter Erhaltung. Die Mappe mit Wasserflecken und Gebrauchsspuren
Das Linde-Portfolio von Edvard Munch ist eine bedeutende Werkgruppe, die der norwegische Künstler um 1902 für seinen Freund und Förderer, den Lübecker Augenarzt und Kunstsammler Dr. Max Linde, begonnen hat. Es ist eine intime und persönliche Sammlung von Impressionen aus dem Leben der Familie Linde und von der "Lindeschen Villa", dem Familienanwesen in Lübeck. Laut Gustav Schiefler entstanden lediglich 13 Portfolios für den Sammler und es gab keinen Einzelverkauf der Blätter. Alle Platten und Steine verblieben im Familienbesitz der Lindes. 1921 wurden auf Anraten von Paul Cassirer einzelne Blätter in einer unbekannten Auflage nachgedruckt.
Das Portfolio dokumentiert Munchs enge Verbindung zu seinen Sammlern sowie seine Meisterschaft im Umgang mit der Drucktechnik. Besonders ist die Erhaltung des Umschlags. Ein komplettes Portfolio ist äusserst selten, das hier angebotene Exemplar ist wohl eines der letzten, das sich in Privatbesitz befindet. Die Radierungen wurden 1906 von Wilhelm Felsing und die Lithographien bei Lassally in Berlin gedruckt.
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