1917
Holzschnitt auf Blotting-Papier mit Wasserzeichen "ASOKA REGISTERED"
50x40 cm, Druckstock; 57,4x44,7 cm, Blattgrösse
Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert "E L Kirchner" und links bezeichnet "Handdruck"
Gercken 862, dort erwähntes Exemplar
Slg. Dr. Ludwig Binswanger, Kreuzlingen
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
DU, Ausgabe vom August 1964,
Eberhard W. Kornfeld, Ernst Ludwig Kirchner, Nachzeichnung seines Lebens, Bern 1979,
Albert Schoop, Ernst Ludwig Kirchner im Thurgau, Bern 1992,
Hans Delfs (Hrsg.), Ernst Ludwig Kirchner, Der gesamte Briefwechsel, Zürich 2010
Basel 1979/1980, Kunstmuseum, Ernst Ludwig Kirchner,
Davos 1988/1989, Ernst Ludwig Kirchner-Museum, Ernst Ludwig Kirchner, Werke 1917-1923,
Winterthur 2002, Kunstmuseum, Ernst Ludwig Kirchner, Graphische Werke, ohne Kat.
Bern 2013, Galerie Kornfeld, Ernst Ludwig Kirchner, Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen, Graphik,
Spiez 2016, Schloss, Ernst Ludwig Kirchner, Dresden-Berlin-Davos, ohne Kat.
Blatt mit abgerundeten Ecken und minimen Papierverlusten. An den Blatträndern mit mehreren kleinen, hinterlegten Einrissen und Stockflecken. Rückseitig mit Spuren einer alten Montierung. In guter Erhaltung
Das Blatt gehört zur Gruppe von Holzschnitten, deren Entstehung im Sommer 1917 auf der Stafelalp, im ersten Sommer des Künstlers in Davos, als gesichert gilt. Henry van de Velde (1863-1957), der berühmte belgische Architekt und Designer des Jugendstils, der 1917 ebenfalls in der Schweiz weilte, besuchte den Künstler am 25. und 26. August auf der Stafelalp. Auf Grund dieses Besuches entstanden zwei Holzschnitte mit dem Porträt Henry van de Veldes: einer in Frontalansicht (Gercken 861) und das hier angebotene Blatt in Dreiviertelansicht (Gercken 862).
Die Gestaltung des Hintergrundes links lässt die Möglichkeit offen, dass Kirchner seinen Holzschnitt erst in den ersten Wochen seines Aufenthalts im Sanatorium Bellevue in Kreuzlingen vollendete. Van de Velde hatte Kirchner diese Behandlung bei Dr. Ludwig Binswanger vermittelt. Allerdings schrieb Kirchner am 19. November 1917 an Karl Ernst Osthaus (1874-1921), dem Kunstsammler und Gründer des Folkwang-Museums in Hagen: "Ich erlaube mir noch zwei Köpfe, die ich im Sommer nach van de Velde schnitt beizufügen." (Delfs 470).
| Schweiz | CHF | 170 |
| Europa | CHF | 270 |
| USA | CHF | 360 |
| Übersee | CHF | 380 |
