• Kunstschaffende / Los-Nr.
  • Textsuche
  • Suche nach Gebieten
  • Suche nach Epochen

  • ONLINE ONLY Kunst des 19.–21. Jahrhunderts

    Ferdinand Hodler : Auszug der deutschen Studenten in den ..., 1908
    Ferdinand Hodler : Auszug der deutschen Studenten in den ..., 1908
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur
    Ferdinand Hodler : 324 Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur

    Ferdinand Hodler

    Bern 1853 - 1918 Genf

    324   

    Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813, Studie zu Einzelfigur

    Schätzpreis CHF 20'000 *
    Zuschlag CHF 28'000
    Angaben ohne Gewähr
    11.09.2025
    Versandkosten

    1908

    Tuschpinsel über Bleistiftzeichnung auf Velin Fabriano mit Wasserzeichen

    56x26 cm, Einfassungslinie; 59,4x30 cm, Blattgrösse

    Unten rechts vom Künstler in Bleistift signiert und datiert "F. Hodler, / 1908". Rückseitig mit dem Stempel "F. Hodler Archiv" und der Nummer "1003", signiert und datiert "C. A. Loosli / 9. IX. 37"

    Werkverzeichnisse

    Loosli 1003 (Jena, Studie, 1908)

    Bätschmann/Müller vgl. 1384

    Provenienz

    Galerie Moos, Genf (1918)

    Slg. Paul Chavan Genf (bis 1937)

    Auktion Galerie Moos, Genf, 20. März 1937, Los 117, dort erworben von

    Slg. Arthur Stoll, Arlesheim, 1972 durch Erbschaft an

    Privatsammlung Schweiz

    Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 25. Juni 1993, Los 56, dort erworben von

    Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b

    Literatur

    Marcel Fischer, Sammlung Arthur Stoll, Skulpturen und Gemälde des 19. und 20. Jahrhunderts, Zürich/Stuttgart 1961, Kat. Nr. 374, dort betitelt "Figur zu Der Auszug der Jenenser Studenten"

    Ausstellungen

    Genf 1918, Galerie Moos, Ferdinand Hodler, wohl Kat. Nr. 215

    Basel 1943, Kunsthalle, Kunstwerke des 19. Jahrhunderts aus Basler Privatbesitz, Kat. Nr. 400

    Amsterdam 1948, Stedelijk Museum, Ferdinand Hodler, Kat. Nr. 74 mit Abb.

    Vevey 1948, Musée Jenisch, F. Hodler, Collection du Prof. Dr. A. Stoll, Kat. Nr. 42 mit Abb.

    Neuenburg 1949, Musée des Beaux-Arts, B. Menn, F. Hodler, P. Pignolat, Collection du Prof. Dr. A. Stoll, Kat. Nr. 62 mit Abb.

    Zürich 1951, Helmhaus, Hodler als Historienmaler, Kat. Nr. 34

    Genf 1963, Musée Rath, Ferdinand Hodler, Dessins, Kat. Nr. 160

    Washington/New York/San Francisco/Chicago/Basel 1967-1968, von Urs Graf bis Alberto Giacometti, Schweizer Meisterzeichnungen aus fünf Jahrhunderten, Wanderausstellung organisiert von "Pro Helvetia", Kat. Nr. 101

    Bern 1968, Kunstmuseum, Ferdinand Hodler, Ausstellung zum 50. Todestag, Kat. Nr. 154

    Berlin/Paris/Zürich 1983, Nationalgalerie, Staatliche Museen Preussischer Kulturbesitz/Musée du Petit Palais/Kunsthaus, Ferdinand Hodler, Kat. Nr. 108

    Zustand

    Mit Lichtrand und in den Ecken mit Reissnagellöchern. Rückseitig mit Abklatsch. In sehr guter Erhaltung

    Erläuterungen

    Für die Arbeit am Wandgemälde "Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813" (Bätschmann/Müller 1383) führte Hodler zahlreiche Kompositions- und Figurenstudien aus. Beim Modell für die Mittelfigur des einen Mantel anziehenden Studenten (Bätschmann/Müller 1284) handelt es sich um den 17-jährigen Walter Eucken (1891-1950), Sohn des Philosophen und Nobelpreisträgers Rudolf Eucken (1846-1926), bei dem Hodler von April bis Mai 1908 wohnte. Laut Walter Eucken hielt Hodler ihn im Garten der Eltern mit Hilfe der Dürerscheibe in dutzenden von verschiedenen Stellungen fest. Von dessen Mutter Irene Eucken (1863-1941), die sich sehr für zeitgenössische Kunst und Mode interessierte - E.L. Kirchner gestaltete 1916 einen ihrer Kleiderkataloge - und Geschäftsführerin der Gesellschaft der Kunstfreunde von Jena und Weimar war, erhielt Hodler 1907 die offizielle Anfrage für ein Wandbild zum "Auszug der deutschen Studenten in den Freiheitskrieg von 1813". Die Gesellschaft der Kunstfreunde von Jena und Weimar überreichte am 14. November 1909 das Wandgemälde von Ferdinand Hodler der Universität Jena. Anlass für die Schenkung waren die Gedenkfeier zum 350-jährigen Bestehen der Universität im Jahr 1908 und die Einweihung des neuen Gebäudes am 1. August desselben Jahres.

    Der historische Bezug war der Aufruf Preussens zum Widerstand gegen Napoleon, der sich auch an die Studenten in Jena richtete. Allerdings lässt sich ein Auszug von Jenenser Studenten nicht belegen. Vielmehr hatten sich einzelne Studenten im Frühjahr 1813 aus Jena entfernt, um sich verschiedenen preussischen Truppenteilen anzuschliessen. Die Geschichte der in den Krieg gegen den französischen Kaiser ziehenden Jenenser Studenten war folglich ein Mythos, der wie viele Befreiungskriege zu Propagandazwecken genutzt wurde, um die nationale Einheit und den kollektiven Widerstand heraufzubeschwören.

    Die Bezeichnungen "Aufbruch" respektive "Auszug der Jenenser Studenten" für das Wandgemälde tauchen verschiedene Male in der Literatur auf und führten zu Unsicherheiten in der Titelgebung.

    Hodler fertigte mit demselben Sujet der Mittelfigur eine Lithographie an, die im Oktober 1908 als Jahresgabe an die Passivmitglieder der GSMBA vergeben wurde (In: Oskar Bätschmann/Paul Müller, Ferdinand Hodler, Catalogue raisonné der Gemälde, Band 3, Figurenbilder, Teilband 2, Zürich 2017, S. 367-373).


     
     
     
    Voraussichtliche Versandkosten
    Schweiz CHF170
    Europa CHF270
    USA CHF360
    Übersee CHF380
    Ferdinand Hodler : Auszug der deutschen Studenten in den ..., 1908
    Ferdinand Hodler : Auszug der deutschen Studenten in den ..., 1908


    Bei den mit (*) bezeichneten Losen sind Zuschlagspreis sowie Aufgeld mehrwertsteuerpflichtig.

    KORNFELD
    Kennerschaft und Tradition seit 1864
    GALERIE KORNFELD AUKTIONEN AG • Laupenstrasse 41, Postfach, 3008 Bern / Schweiz • Tel +41 31 552 55 55 • galerie@kornfeld.ch
  • Mit der weiteren Nutzung unserer Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zur Verbesserung der Bedienungsfreundlichkeit zu. Lesen der Datenschutzerklärung.    Akzeptieren