1897
Kohlezeichnung auf Bütten mit Wasserzeichen "ED & G"
44,5x16 cm, Darstellung; 47,4x31,1 cm, Blattgrösse
Unten links vom Künstler monogrammiert "G.G."
Rückseitig mit der handschriftlichen Echtheitsbestätigung von Bruno Giacometti, dem Sohn des Künstlers, datiert vom 14. Dezember 1987
Nachlass des Künstlers
Slg. Bruno Giacometti, Zollikon, dort erworben von
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Paul Müller/Viola Radlach, Giovanni Giacometti, Werkkatalog der Gemälde, Band II/1, Zürich 1997, dort unter Nr. 1897.01
Christine E. Stauffer, Giovanni Giacometti, Das graphische Werk, Bern 1997
Viola Radlach (Hrsg.), Cuno Amiet, Giovanni Giacometti, Briefwechsel, Zürich 2000
Zürich 1998, Galerie Kornfeld, Giovanni Giacometti,
Davos 1998/1999, Kirchner Museum, Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Mailand/Mannheim, Fondazione A. Mazzotta/Städtische Kunsthalle, Die Familie Giacometti,
Bern 2003, Kunstmuseum, Hommage à E.W.K.,
Solothurn/Chur 2006/2007, Kunstmuseum/Bündner Kunstmuseum, Giovanni Giacometti (1868-1933), Arbeiten auf Papier,
Mit Reissnagellöchlein in den Ecken und am Papierrand links und rechts. Links oben am Papierrand mit zwei kleinen, hinterlegten Einrissen. Mit horizontalen Knittern in der Mitte des Blattes und an den Blatträndern leicht gewellt. In guter Erhaltung
Die Kohlezeichnung gilt als Studie zum schmalen, hochformatigen Ölgemälde "Natale / Weihnachten" (Müller/Radlach 1897.01), mit dem sich Giacometti in den ersten Monaten des Jahres 1897 beschäftigte. Zum selben Sujet entstand Ende 1898 eine der frühesten Radierungen in seinem Werk (Stauffer 3). Am 4. März 1897 schrieb Giacometti ausserdem im Brief an Cuno Amiet über das Gemälde: "Mit meinen Gedanken war ich auch immer an meiner "Nacht" und arbeite daran, so dass die Landschaft darunter zu leiden hatte. Von jener Nacht schicke ich Dir eine kleine Skizze und behalte es mir vor, Dir eine bessere Zeichnung zu schicken, wenn ich mit dem Bild fertig bin. [...] Die zwei armen Gestalten, die sich damit abgefunden haben, jene kalte Nacht unter einem armseligen Dach zu verbringen, verleihen der Landschaft Würde [...]." (In: Radlach 2000, Nr. 87). Amiet schrieb am 11. April 1897 an Giacometti: "Deine Skizze von der heiligen Nacht hat mir ausserordentlich gut gefallen, ich bin sehr neugierig das Bild einmal zu sehen." (In: Radlach 2000, Nr. 89).
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