Paris 1848 - 1903 Hiva-Hoa (Marquesas)
1890/1891, Guss posthum
Bronze
59,5 cm, Höhe
Auf der Plinthe mit dem gehobenen Schriftzug "P Gauguin", gestanzt nummeriert "7/10" und mit der Giessermarke "C. Valsuani Cire Perdue"
Galerie Beyeler, Basel, dort am 5. November 1987 erworben von
Privatbesitz Schweiz
John Rewald, Post-Impressionism, from Van Gogh to Gauguin, New York 1956 (die Keramik abgebildet S. 442)
Mereta Bodelsen, Gauguin's Ceramics, London 1964, (die Keramik abgebildet S. 139)
Christopher Gray, Sculpture and Ceramics of Paul Gauguin, Baltimore 1963,
Tadellose Erhaltung
Die Bronze gehört zu den raren plastischen Werken Paul Gauguins, die jenseits seines malerischen Œuvres einen faszinierenden Einblick in sein künstlerisches Denken eröffnen. Ursprünglich als Keramik geschaffen, überlebt die Figur heute vor allem durch die posthumen Bronzegüsse.
Die stehende, unbekleidete Frau mit leicht nach vorn geneigtem Oberkörper und schematisch angedeuteter Anatomie wirkt archaisch und entrückt. Gauguin verzichtet auf naturalistische Details zugunsten einer blockhaften Formensprache, die an ozeanische und präkolumbianische Skulptur erinnert.
Die Originalkeramik wurde von Ernst Beyeler im Oktober 1970 an die National Gallery in Washington DC verkauft. Der genaue Zeitpunkt, an dem die Abgüsse erstellt worden sind, ist nicht bekannt. Da sich jedoch bereits seit 1971 ein weiterer Abguss in einer Privatsammlung befindet, muss es ziemlich bald nach dem Ankauf geschehen sein.
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