La Chaux-de-Fonds 1887 - 1965 Roquebrune-Cap-Martin
1938-1952
Gouache auf festem Papier
45,3x64,6 cm
Unten rechts vom Künstler in Grünstift signiert und datiert "Le Corbusier 38-52"
Echtheitsbestätigung von Naïma Jornod, datiert vom 24. Dezember 2024, liegt vor. Das Werk wird in den sich in Vorbereitung befindenden Katalog der Arbeiten auf Papier aufgenommen
Slg. Heidi Weber, Zürich
Galerie Willy Klopfer, Zürich
Privatsammlung Schweiz
Naïma Jornod/Jean-Pierre Jornod, Le Corbusier (Charles Édouard Jeanneret), Catalogue raisonné de l’œuvre peint, Genf 2005
Farbfrisch und tadellos in der Erhaltung
Die vorliegende Arbeit greift eine gleichnamige Studie aus dem Jahr 1938 (FLC 2988) auf - sowohl thematisch als auch hinsichtlich Komposition, Farbgebung und Technik. Sie diente als Vorstufe zum gleichnamigen Gemälde von 1939 (WVZ 228).
Inhaltlich thematisiert das Werk das dramatische Schicksal Spaniens nach dem faschistischen Putsch von 1936 unter General Franco. Im Zuge der Ereignisse wurde Barcelona 1937 zur Hauptstadt der Republikaner, die sich im Mai desselben Jahres gegen die rechtmässige Regierung des neuen spanischen Staates erhoben. Die Unruhen forderten zahlreiche Opfer und veranlassten Le Corbusier am 8. Oktober 1938 in einem Brief an seine Mutter zu den folgenden eindringlichen Worten: "Das Ergebnis: ein verstümmeltes, abscheulich zerfleischtes und verlassenes Volk."
Die Komposition wird von zwei monumentalen Frauengestalten bestimmt. Links steht eine Frau aufrecht, womöglich als Symbol der Unterdrückung oder als stille Zeugin der Geschehnisse. Rechts liegt eine zweite Frau, deren angewinkelter rechter Arm mit erhobener Faust ein eindrucksvolles Zeichen von Auflehnung und Solidarität setzt – ein Sinnbild für Kampfgeist und Widerstand.
Zwischen 1938 und 1960 setzte sich Le Corbusier in mehreren Studien - in Form von Gemälden und Zeichnungen verschiedenster Techniken - wiederholt mit diesem Thema auseinander.
| Schweiz | CHF | 170 |
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