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Um 1906
Deckfarben und Aquarell auf festem Velin
25x32,3 cm
Unten rechts vom Künstler signiert "A. Kubin"
Wohl Slg. Otto Wilhelm Gauss, München
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Mit Atelierspuren und leichten Gebrauchsspuren. In sehr schöner Gesamterhaltung
Alfred Kubins Frühwerk ist geprägt von düsteren Phantasien, grotesken Fabelwesen und obsessiven, traumhaften Szenarien. Charakteristisch für diesen Stil ist die Verwendung intensiver, vielfarbiger Schichten, die eine traumhaft-irrationale, fast surreale Atmosphäre erzeugen. In diesem Bild begegnet uns möglicherweise eine exotisch anmutende Gestalt - der titelgebende "Kalif" -, dessen Kleidung in feinen, doch fliessenden Linien skizziert ist. Sein Blick wendet sich vom Betrachter ab und ist auf eine traumhaft vernebelte Landschaft gerichtet. Die Kombination von Aquarell und opaker Deckfarbe verleiht dem Bild gleichzeitig Leichtigkeit und Ausdruckstiefe; helle und dunkle Farbflächen wechseln sich ab und durchbrechen die linearen Strukturen.
Der Kalif im Bild könnte als eine Vision interpretiert werden: als ein Machtbild, das eher durch Suggestion als durch klare Realität besticht - typisch für Kubins künstlerische Welten, in denen Mystik, Traumlogik und symbolische Brüche ihre Bühne finden.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
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