Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1935. Werknummer 1935.30 (K 10)
Öl und Aquarell auf grundiertem Ingres-Papier, auf dünnem Karton aufgezogen
10,8x29,4 cm, Darstellung; 12,5x31 cm, Unterlagekarton
Oben rechts vom Künstler in Tusche signiert "Klee", unten rechts auf dem Karton betitelt "Polstersitz", links mit der Werknummer "1935 K 10"
Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Werke 1934-1938, Bern 2003, Bd. 7,
Slg. Hans und Erika Meyer-Benteli, Bern (bis 1956)
Galerie Heinz Berggruen, Paris (1956)
The Hanover Gallery, London (1956-1957)
Slg. Ella Winter, London (ab 1957)
Richard L. Feigen, New York/Chicago
Auktion Sotheby's, London, 3. April 1974, Los 104
Auktion Sotheby's, London, 28. Juni 2000, Los 191
Auktion Dorotheum, Wien, 12. Dezember 2000, Los 11
Auktion Hauswedell & Nolte, Hamburg, 9. Juni 2001, Los 1394
Auktion Sotheby's, New York, 8. November 2001, Los 213
Rüdiger K. Weng, Viersen
Privatbesitz Schweiz
Will Grohmann, Paul Klee, Genf/Stuttgart 1954,
Basel 1935, Kunsthalle, Paul Klee,
Zürich 1940, Kunsthaus, Paul Klee, Neue Werke,
London 1956, The Hanover Gallery, Paul Klee, 1879-1940,
York 1958, City of York Art Gallery, Paul Klee 1879-1940, Works from the Collection of Mrs. Donald Ogden,
Amsterdam 1961/1962, Stedelijk Museum, Verzameling Ella Winter,
Bern 2009, Zentrum Paul Klee, Paul Klee, Teppich der Erinnerung, ausser Katalog
Blatt leicht gewellt mit minimen Abreibungen, Unterlagekarton etwas gebräunt und fleckig. In sehr guter Erhaltung
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten Ende Januar 1933 zeichnete sich ein verändertes Kunstverständnis ab, was schliesslich zur fristlosen Entlassung von Paul Klee an der Kunstakademie Düsseldorf führte. Er soll sich mit den Worten "Meine Herren, es riecht in Europa bedenklich nach Leichen" aus dem Dienst verabschiedet haben. Für Klee folgte eine unstete Zeit. Ende des Jahres zog er endgültig in seine Heimatstadt Bern und verarbeitete dort die neue Situation mit kraftvollen Arbeiten, die eindrücklich seine innere Aufgewühltheit bezeugen.
Im Februar 1935 eröffnete die Kunsthalle Bern eine Retrospektive, die später in reduzierter Form auch in der Kunsthalle Basel gezeigt wurde. Dort wurde auch das hier angebotene Blatt "noch ganz frisch" ausgestellt. Nun wurden Klees Farben wieder leuchtender, die Themen weiter gefasst und humorvoller. Das kleine Gemälde ist eine Hommage an einen Polstersitz und zeugt vom feinen Humor des Künstlers.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
