Münchenbuchsee bei Bern 1879 - 1940 Muralto
1914. Werknummer 1914.130
Aquarell auf Papier, auf Karton aufgezogen
16,6x13 cm, Darstellung; 23,5x18,4 cm, Unterlage
Unten rechts vom Künstler in der Darstellung in Tusche signiert "Klee". Auf der Unterlage unten links mit der Werknummer "1914 130" und in der Mitte betitelt "Häuser u. reife Felder"
Paul Klee Stiftung, Catalogue raisonné, Werke 1913-1918, Bern 2000, Bd. 2,
Slg. Hermann Probst (1915)
Slg. William R. Valentiner, Detroit
Galerie Berggruen, Paris
Auktion Galerie Kornfeld, Bern, 12. Juni 1975, Los 473, dort erworben von
Privatsammlung Schweiz, durch Erbschaft an
Privatsammlung Schweiz
Otto Karl Werckmeister, Versuche über Paul Klee, Frankfurt am Main 1981,
Otto Karl Werckmeister, The Making of Paul Klee's Career 1914-1920, Chicago/London 1989,
New York 1940, Buchholz Gallery Curt Valentin und Willard Gallery Marian Willard, Paul Klee,
Northampton/Chicago/Portland u.a. 1941, Smith College Museum of Art/Arts Club of Chicago/The Portland Art Museum, Paul Klee, Memorial Exhibition,
Im unteren Rand kleiner bräunlicher Fleck. In sehr guter Erhaltung
Das Jahr 1914 gehörte zu den fruchtbarsten in Klees Schaffen. Höhepunkt war sicherlich die Reise nach Nordafrika mit den Künstlerfreunden August Macke und Louis Moilliet, die als "Tunisreise" in die Kunstgeschichte eingegangen ist. Nach einigen organisatorischen Ungereimtheiten sollte das Unterfangen im Frühjahr 1914 umgesetzt werden. Nur wenige Arbeiten entstanden direkt auf der Reise, die Eindrücke wirkten jedoch in der Folge, bei Klee sicher bis 1923, entscheidend nach.
Es waren aber nicht nur die "neuen" Farben der nordafrikanischen Landschaft, die zu Werken inspirierten. So stehen etwa die für Klee später so charakteristischen rechteckigen Farbflächen in direktem Zusammenhang mit der arabischen Stadtarchitektur; er hat in Tunesien den Raum neu begriffen. Damit einher ging auch eine Auflösung der Formen in Richtung einer bisher nicht gleich umgesetzten Abstraktion. Die im Zusammenhang mit der Tunisreise entstandenen Arbeiten zeichnen sich allesamt durch beeindruckende Klarheit und Leuchtkraft sowie eine besondere Qualität im Schaffen Klees aus. Dies gilt auch für das vorliegende Blatt, bei dem Klee ein eindrückliches Spiel mit oben und unten zelebriert.
| Schweiz | CHF | 130 |
| Europa | CHF | 200 |
| USA | CHF | 250 |
| Übersee | CHF | 255 |
