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Guatemala 1903 - 1981 Glen Ridge
1963
Öl auf Leinwand
61x106,5 cm
Rückseitig vom Künstler betitelt, signiert und datiert "Title: "120 Checkers." / Size 24"x42" / Painted by Alfred Jensen / in 1963"
Alfred Jensen, Glen Ridge
Galerie Kornfeld, Zürich, dort 1972 aus der Ausstellung erworben von
Privatsammlung Bern
Zürich 1972, Galerie Kornfeld, Alfred Jensen, Ölbilder,
Hannover/Humlebæk/Baden-Baden/Düsseldorf/Bern 1973, Kestner-Gesellschaft/Louisiana Museum of Modern Art/Staatliche Kunsthalle/Kunsthalle/Kunsthalle, Alfred Jensen,
Pastose Malweise, mit einzelnen Krakelüren im Weiss, auf dem alten Chassis, in einfacher Holzleiste gerahmt. In tadelloser Erhaltung
1958 kaufte Arnold Rüdlinger (1919-1967), der damalige Direktor der Basler Kunsthalle und einer der Wegbereiter der amerikanischen Kunst in Europa, erste Gemälde von Alfred Jensen. 1962 begann die langjährige und erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen dem Kunsthändler und Sammler Eberhard W. Kornfeld und Jensen. Der Künstler wurde zunehmend zu Ausstellungen in der Schweiz eingeladen. Ausserdem wurden Privatsammler auf sein Schaffen aufmerksam.
1961 fand die erste Einzelausstellung im Guggenheim Museum in New York statt, und 1964 wurde eine Werkschau im Stedelijk Museum in Amsterdam gezeigt. 1973 organisierte die Kestner-Gesellschaft in Hannover eine Einzelausstellung, die anschliessend im Louisiana Museum of Modern Art in Humlebæk (Dänemark), in der Kunsthalle Baden-Baden, in der Kunsthalle Düsseldorf und in der Kunsthalle Bern gezeigt wurde. Das vorliegende geometrische Gemälde "120 Checkers" (1963) war Teil der genannten Wanderausstellung. Der Name "Checkers" bezieht sich auf eine Variante des klassischen Damespiels, das vor allem in den USA sowie im internationalen englischen Sprachraum gespielt wird. Die Titelbezeichnung evoziert im Zentrum der Komposition ein Spielbrett mit kleinen schwarz-weissen Feldern und farbigen Spielsteinen. Das vorliegende abstrakte Werk stellt eine Verbindung aus einem abstrakten Netzwerk kleiner Quadrate, Rauten und Diagonalen sowie einer Farbpalette aus Primär-und Sekundärfarben dar. Jensens theoretische Grundlage der Malerei basierte auf Johann Wolfgang von Goethes Farbenlehre und der Auseinandersetzung mit Texten von Leonardo da Vinci. Ferner beschäftigte sich Jensen mit mathematischen Theorien und Zahlensystemen. Unter anderem thematisierte er in seiner Malerei gelegentlich den Maya-Kalender. Er beschäftigte sich mit diesem komplexen System zur Zeitmessung insbesondere im Rahmen seiner Studienreisen durch Mittelamerika.
Das vorliegende Bild ist eine eindrucksvolle Synthese verschiedener künstlerischer Gestaltungsprinzipien, die letztlich zu einer übergeordneten Ästhetik führen.
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