1952
Aquarell und Gouache auf Arches Aquarellpapier mit Wasserzeichen
56,5x75,5 cm, Blattgrösse
Rückseitig vom Künstler in Kugelschreiber signiert und datiert "Sam Francis / 1952"
Das vorliegende Werk ist in der Sam Francis Foundation, Glendale, unter der Nummer SF53-003 registriert und im Online Catalogue Raisonné der Arbeiten auf Papier unter der Nummer SFF5.122 eingetragen
Direkt vom Künstler an
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Bern 1960, Kunsthalle, Sam Francis,
Stockholm 1960, Moderna Museet, Sam Francis,
Hannnover 1963, Kestner-Gesellschaft, Sam Francis,
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Bern 1991, Galerie Kornfeld, Sam Francis, 40 Years of Friendship, Werke 1945-1990,
Mendrisio 1997, Museo d'arte, Sam Francis,
Davos 1998/1999, Kirchner Museum, Werke aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Bern 2006, Kunstmuseum, Sam Francis und Bern, Kat.
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Leichte Atelierspuren und rückseitige Reste einer alten Montierung. Sehr schöne, farbfrische Erhaltung
Sam Francis' künstlerische Laufbahn begann während eines langen Krankenhausaufenthaltes, den er aufgrund einer schweren Rückenverletzung, die er sich im Zweiten Weltkrieg zugezogen hatte, verbringen musste. Dort entdeckte er die Malerei als Ausdrucksmittel und studierte nach seiner Genesung Kunst an der University of California in Berkeley. 1950 zog er nach Paris und lernte den kanadischen Maler Jean-Paul Riopelle kennen, der bereits seit 1946 dort lebte. Nach und nach schloss er sich den ebenfalls nach Paris gekommenen amerikanischen Malerinnen und Malern Al Held, Shirley Jaffe, Kimber Smith, Norman Bluhm und Joan Mitchell an.
Beeinflusst vom Tachismus und dem Abstrakten Expressionismus seiner Künstlerkollegen entstanden erste monochrome Arbeiten. Von einer gedämpften Palette aus Grau- und Weisstönen kehrte Francis jedoch bald zu den Qualitäten von Licht und Farbe zurück. Die Werke aus dieser Zeit sind geprägt von dynamischen Farbflächen, offenen Kompositionen und einem tiefen Interesse am Raum und an der Wirkung von Farbe.
Das vorliegende Werk "Green" zeichnet sich durch die intensive Verwendung von Grün in verschiedenen Schattierungen aus. Obwohl es formal monochrom ist, wirkt es durch die lebendige Pinselführung, die transparenten Farbschichten und die subtile Lichtwirkung keineswegs eintönig. Das Grün scheint in Bewegung zu sein - ein Merkmal, das typisch für Francis' dynamischen Umgang mit Farbe ist. Das Werk zeigt eindrucksvoll, wie der Künstler selbst aus einer einzigen Farbe eine visuelle Tiefe und emotionale Kraft schaffen konnte.
| Schweiz | CHF | 170 |
| Europa | CHF | 270 |
| USA | CHF | 360 |
| Übersee | CHF | 380 |
