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1922/1923
Rohrfeder und Federzeichnung in Tusche, auf festem Velin
56,5x52,6 cm
Unten links unterhalb der Einfassungslinie vom Künstler in Tusche signiert "Grosz". Rückseitig bezeichnet "Der weisse General" und "die letzte Weisheit" sowie "No. 9 Piscator"
Echtheitsbestätigung von Ralph Jentsch, datiert vom 15. Mai 2025, liegt vor. Die Arbeit wird in das in Vorbereitung befindliche Werkverzeichnis aufgenommen
Künstleratelier, Berlin, 1922/1923
Slg. Erich Cohn, New York
Slg. Eberhard W. Kornfeld, Bern, rückseitig mit dem Sammlerstempel, Lugt 913b
Die Pleite, Heft 8, November 1923
Platz dem Arbeiter, Erstes Jahrbuch, Berlin 1924,
Oskar Kanehl, Strasse frei, Neue Gedichte, Berlin 1928, (als Illustration zum Gedicht "Es ist soweit")
George Grosz, Die Gezeichneten, 60 Blätter aus 15 Jahren, Berlin 1930,
George Grosz, 30 Drawings & Watercolors, New York 1944, Tafel 10
Herbert Bittner (Hrsg.), George Grosz, New York 1960,
Hans Hess, George Grosz, London 1974,
Uwe M. Schneede, George Grosz, Der Künstler in seiner Gesellschaft, Köln 1975,
Alexander Dückers, George Grosz, Das druckgraphische Werk, Beitext zur Lithographie mit dem gleichen Titel, Berlin 1979, E 91,
Hans Hess, George Grosz, Dresden 1982,
Sabine Rewald, George Grosz in Berlin, The Relentless Eye, New York 2022,
New York/Kansas City/Pasadena/San Francisco 1954, Whitney Museum of American Art/William Rockholl Nelson Galerie of Art/Art Institute/Museum of Art, George Grosz,
Berlin/Dortmund/York/London/Bristol 1962/1963, Akademie der Künste/Museum am Ostwall/City Art Gallery/Arts Council/City Art Gallery, George Grosz,
Bern 1989, Kunstmuseum, Von Goya bis Tinguely, Aquarelle und Zeichnungen aus einer Privatsammlung [Slg. Eberhard W. Kornfeld],
Berlin/Düsseldorf/Stuttgart 1994/1995, Neue Nationalgalerie/Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen/Staatsgalerie, George Grosz, Berlin, New York, Kat. Nr. X.96
London 1997, Royal Academy of Arts, The Berlin of George Grosz,
Berlin 2001, Neue Nationalgalerie, Der Potsdamer Platz, Ernst Ludwig Kirchner und der Untergang Preussens,
Madrid 2003, Fundación Juan March, Espíritu de modernidad: de Goya a Giacometti, Obra sobre papel de la colección Kornfeld,
Madrid 2005/2006, Fundación Colección Thyssen-Bornemisza, Mimesis, Modern Realism,
Rom 2007, Complesso del Vittoriano, Chagall delle meraviglie,
Wien 2008/2009, Albertina, Wege der Moderne, Aus der Sammlung Eberhard W. Kornfeld,
Stuttgart 2022, Staatsgalerie, Glitzer und Gift der Zwanziger Jahre, George Grosz in Berlin
Reissnagellöcher in den Ecken. In sehr schöner Erhaltung
Die vorliegende Zeichnung, die in den 1920-Jahren mehrfach abgebildet wurde, wurde früher im Zusammenhang mit Generalleutnant Peter von Wrangel oder Generaloberst Hans von Seeckt gesehen. Dargestellt ist ein Offizier mit Monokel in preussischer Uniform und mit Hakenkreuz auf dem Helm, der mit gezücktem Säbel vor mehreren am Boden liegenden Toten steht. Alexander Dückers vermutet in der Darstellung des Generals "eine Symbolfigur des prophetisch erahnten nationalsozialistischen Terrors nach innen und aussen". Neuerdings vermutet Sabine Rewald aufgrund des Hakenkreuzes einen Zusammenhang mit den Freikorps, die das Symbol bereits seit März 1919 benutzten. So waren "paramilitärisch agierende Wehrverbände wie die Freikorps, der Stahlhelm, der Wehrwolf und das Reichsbanner (…) als "die Weissen" massgeblich an der Niederschlagung des sogenannten "Spartakusaufstandes" beteiligt". Laut Rewald findet die von Grosz - der sich 1918 den Kommunisten angeschlossen hatte - verurteilte gewaltsame Unterdrückung des Streiks, "ihr Sinnbild in der Figur des "Weissen Generals"" wieder.
Die Zeichnung wurde bereits kurz nach ihrem Entstehen druckgraphisch umgesetzt, doch haben sich nur ganz wenige Exemplare erhalten. Dückers war nur ein Exemplar im Nachlass des Künstlers bekannt. Ein weiteres tauchte vor zehn Jahren auf dem Markt auf.
| Schweiz | CHF | 170 |
| Europa | CHF | 270 |
| USA | CHF | 360 |
| Übersee | CHF | 380 |
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